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Was wäre, wenn...

Autor Nachricht
Verfasst am: 12. 08. 10 [22:23]
DichterWald
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 812
...alle Menschen hochbegabt wären??


Die Frage ist mir gerade durch einen anderen Thread gekommen.

Wie fändet ihr das?

Angenehm, weil man dann endlich ein gleicher unter gleichen, also "normal" wäre.
Oder er nicht so gut, weil man dann doch was von dem "Besonders-Sein" einbüßt??


Liebe Grüße

D.W.



Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels. (Dostojewski)
Verfasst am: 12. 08. 10 [22:32]
stern2null3
Dabei seit: 22.12.2007
Beiträge: 5709
Du meinst, wenn wir alle durchschnittlich begabt wären … icon_angel.gif

Sind in Deinem Modell dann alle in allen Gebieten gleich begabt? Wenn dem so wäre, käme es noch stärker als sowieso schon auf das eigene Zutun an, was man aus seinen Begabungen macht. Oder sind Charakter, (Lern-) Motivation und Interessen auch gleich?



- weg -



Verfasst am: 12. 08. 10 [22:44]
DichterWald
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 812
stern2null3 schrieb:

1.Du meinst, wenn wir alle durchschnittlich begabt wären … icon_angel.gif

2.Sind in Deinem Modell dann alle in allen Gebieten gleich begabt? Wenn dem so wäre, käme es noch stärker als sowieso schon auf das eigene Zutun an, was man aus seinen Begabungen macht. Oder sind Charakter, (Lern-) Motivation und Interessen auch gleich?




1. Ist ein kleiner qualitativer Unterschied. Zwar wär man da wieder im Durchschnitt, also "normal", müsste aber wahrscheinlich auf einige Fähigkeiten verzichten, die man hat.

2. Nö, der Rest bleibt gleich ....oder besser: unterschiedlich. icon_mrgreen.gif

Also, grob gesagt so, als wenn alle Menschen so wären, wie die bei Mensa (wobei ich nicht weiß, ob die Leute da repräsentativ für alle Hochbegabten sind).


Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels. (Dostojewski)
Verfasst am: 12. 08. 10 [23:01]
stern2null3
Dabei seit: 22.12.2007
Beiträge: 5709
DichterWald schrieb:

1. Ist ein kleiner qualitativer Unterschied. Zwar wär man da wieder im Durchschnitt, also "normal", müsste aber wahrscheinlich auf einige Fähigkeiten verzichten, die man hat.


– wenn alle Menschen einen IQ Ü130 hätten würde Hochbegabung wieder die 2-3 % mit dem höchsten Messwert betreffen.

– Wenn alle den identischen IQ (meinetwegen 135) hätten wären alle durchschnittlich begabt.

Es können nicht alle "hochbegabt" sein. Aber gut, das nur zu den Begrifflichkeiten.

e: Wenn alle Menschen so wären wie bei Mensa oder HOBEE würde ich schnell reißaus nehmen icon_lol.gif Ne, im Ernst: wie das ganze aussähe, wie sich das auf das ganze Gefüge auswirken würde müsste man sich mal genauer durch den Kopf gehen lassen. Aber ich stelle es mir erst mal ziemlich gut vor icon_smile.gif


- weg -



Verfasst am: 12. 08. 10 [23:06]
DichterWald
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 812
Also, dann sag ich's mal so: Alle sind durchschnittlich begabt mit einem IQ von (meinetwegen) 135. Ok? icon_wink.gif

Oder nee, das stimmt auch nicht ganz: Alle sind (in meinem Modell) durchschnittlich begabt mit dem (in der Realität) überdurchschnittlichen IQ, den die potentiellen Antworter auf meinen Post icon_razz.gif ) selbst haben.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.2010 um 23:14.]

Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels. (Dostojewski)
Verfasst am: 13. 08. 10 [00:40]
N.A. @ Dichter Wald

man hat sich allgemein auf bestimmte Werte geeinigt, was den IQ anbelangt. Selbstverständlich könnte auch 135 als Normwert festgelegt werden. Da ich aber davon ausgehe, dass Du Dich für HB hältst, sonst hättest Du Dich hier nicht angemeldet, erachte ich Deine hiesige Fragestellung als rein rhetorisch und von einem höchst fragwürdigen inhaltlichem Wert.

Man geht davon aus, dass HBs wesentlich logischer zu denken vermögen als 98 % der Bevölkerung. Es sei Dir sehr angeraten, Dich mit Deiner Art von Logik vielleicht ein bisschen zurückzuhalten, um sich im eigenen Interesse nicht einem Gespött auszusetzen.

Wäre es nicht besser, diesen Thread in den Mitgliederbereich zu verschieben?

Verfasst am: 13. 08. 10 [00:45]
mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7121
@DichterWald: da der IQ auf einer Verteilung von bestimmten Messgrößen basiert, ist Deine Frage obsolet, denn egal, welchen absoluten Wert man hätte, der Prozentrang wäre 0% (d.h. 100% aller Personen hätten den gleichen oder einen höheren IQ). Da drüber nachzusinnen ist schlichtweg Kappes. smiley-pillepalle.gif

http://www.smilies.4-user.de/include/YouSmileys/wappen-smileys-Rheinland-Pfalz.gif "Es ist normal, anders zu sein." - erleichterte Erkenntnis eines 'HB-Kids' ... http://www.hobee.org/fileadmin/pics/smilies/yapbo.gif

Avatar © sarah5 - Fotolia.com
Verfasst am: 13. 08. 10 [01:04]
stern2null3
Dabei seit: 22.12.2007
Beiträge: 5709
Wir waren doch schon einen Schritt weiter. Hochbegabt wäre dann nicht mehr hochbegabt, sondern Durchschnitt und 135 (heute) entspräche, wenn alle diesen Wert erzielten 100. Die Frage bleibt ja. Was wäre wenn alle gleich begabt wären, bei einem Wert, der heute 135 entspricht.



- weg -



Verfasst am: 13. 08. 10 [03:19]
Sundancer
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 1184
Des Dichters Frage war ja was wäre wenn alle Leute einen IQ von > 130 hätten bzw. wie wir hier das fänden.

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten...Ich persönlich fände es erfreulich, wenn es mehr Leute gäbe, die ähnlich ticken und mit denen ich mich dann quasi auf dem gleichen Level unterhalten kann ohne gross etwas erklären zu müssen (ich hoffe/gehe davon aus ihr wisst schon was ich damit meine...)

Auf den Status "etwas besonderes zu sein" lege ich keinen Wert.

Es gäbe dann aber sicherlich auch gesellschaftliche Vor- und Nachteile. Darüber möchte ich mich im Moment aber nicht auslassen. Ich vermute mal , diese sind den meisten hier sowieso klar...

Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist.
(Erasmus von Rotterdam)

Nur wer seine Träume lebt, kann seine Sehnsucht stillen.
(unbekannt)

Verfasst am: 13. 08. 10 [18:24]
DichterWald
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 812
stern2null3 schrieb:

Wir waren doch schon einen Schritt weiter. Hochbegabt wäre dann nicht mehr hochbegabt, sondern Durchschnitt und 135 (heute) entspräche, wenn alle diesen Wert erzielten 100. Die Frage bleibt ja. Was wäre wenn alle gleich begabt wären, bei einem Wert, der heute 135 entspricht.




Sundancer schrieb:

Des Dichters Frage war ja was wäre wenn alle Leute einen IQ von > 130 hätten bzw. wie wir hier das fänden.



Genau das meinte ich. Ihr habt's wohl besser auf den Punkt gebracht. icon_razz.gif

Des Dichters Frage...


Und das hier gefällt mir ganz besonders. icon_razz.gif

Es gäbe dann aber sicherlich auch gesellschaftliche Vor- und Nachteile. Darüber möchte ich mich im Moment aber nicht auslassen. Ich vermute mal , diese sind den meisten hier sowieso klar...


Das finde ich auch eine interessante Frage. Mir ist das nicht so klar. Ich könnte mir da verschiedene Szenarien vorstellen.



natura schrieb:

Wäre es nicht besser, diesen Thread in den Mitgliederbereich zu verschieben?


Also, von mir aus gerne- wenn's da besser passt. icon_smile.gif

Ich hatte mir auch schon überlegt, ob ich's in "Vorstellungen" schreiben soll, aber da geht's ja wohl weniger darum, sich etwas vorzustellen. (kleiner Scherz am Rande.)

Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels. (Dostojewski)
Verfasst am: 15. 08. 10 [20:56]
DichterWald
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 812
Ich hätte mich ja über noch mehr Meinungen gefreut. icon_zaunpf.gif

Aber so schreib ich halt erst mal meine Gedanken:

Also, ich schließ mich Sundancer und Stern203 an. Ich stell mir das auch irgendwie gut vor, wenn man endlich "normal" (im Sinne von durchschnittlicher Intelligenz) wäre, ohne weniger intelligent zu sein.

Zwar gibt es manchmal schon ein erhebendes Gefühl, wenn man schneller als andere ne Lösung hat oder auf Lösungen kommt, auf die sonst niemand kommt. Wobei das ja manchmal nicht mal bemerkt und wenn dann auch oft beneidet wird.
Aber insgesamt sehe ich es so, dass es mehr Nachteile als Vorteile gibt, wenn man überdurchschnittlich intelligent ist. (also, ist bei mir jedenfalls so).

Ich fände es, wie Sundancer, auch toll, wenn man mit mehr Leuten auf einem Level wäre.
Wobei ich die anderen Unterschiede in Charakter, Motivation und auch Begabung in verschiedenen Gebiete auf jeden Fall weiter haben wollen würde - weil sonst wäre es zu gleich und zu langweilig.

Aber irgendwie ist es schwierig, sich das vorzustellen. Auch, was die weiteren Auswirkungen wären. Wie würde eine Gesellschaft aussehen, in der alle Menschen den gleichen IQ> 130 hätten? Wie wäre da die Aufgaben- und Arbeitsverteilung?

Was meint ihr?

Das einzige, was sicher ist: Mensa gäb's da nicht. icon_mrgreen.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.2010 um 20:57.]

Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels. (Dostojewski)
Verfasst am: 16. 08. 10 [22:05]
Cloudeater
Dabei seit: 02.07.2010
Beiträge: 418
Ich stimme DichterWald zu: "Alle gleich" wäre langweilig.
Allerdings stelle ich mir eine positive Utopie vor, in der alle Menschen - unabhängig von ihrem IQ oder ihrem Begabungsprofil - die Fantasiekapazität hätten, sich Unterschiedlichkeit vorzustellen und sie zu akzeptieren.
Ich leide eigentlich vor allem darunter, dass Menschen, die anders sind als ich, sich nicht vorstellen können, dass ich ganz anders bin als sie.
Allerdings hängt Fantasie ja wohl auch irgendwie mit dem IQ zusammen. Und ein geringeres Vorstellungsvermögen resultiert u.U. wohl auch in einer geringeren Tolleranz.
Wie soll ich etwas akzeptieren, was ich mir nicht vorstellen kann?
Ich selbst kann mir eben meist erheblich mehr vorstellen als die Leute um mich rum. Ich akzeptiere ständig und werde selbst ständig missverstanden, fehlgedeutet oder abgelehnt.

Paradisisch wäre für mich: Unterschiedlichste Menschen... aber alle mit viel Fantasie und viel Akzeptanz für diese Unterschiede.
Wie gesagt: eine Utopie.


"Das wahre Geheimnis dieser Welt ist das Sichtbare, nicht das Unsichtbare."
Oscar Wilde
Verfasst am: 17. 08. 10 [10:54]
mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7121
DichterWald schrieb:
Aber insgesamt sehe ich es so, dass es mehr Nachteile als Vorteile gibt, wenn man überdurchschnittlich intelligent ist. (also, ist bei mir jedenfalls so).

Hm, das ist m.E. die "das Glas ist halb leer"-Sichtweise. bei allem HickHack, den ich erlebt habe, gehöre ich eher zu der "das Glas ist halb voll"-Fraktion und finde die Vorstellung eines gleichen "Denkpegels" aller Menschen unerträglich. Höchstwahrscheinlich würde man sich in diesem Fall gegenseitig mit Erfolg ziemlich das Leben schwer machen, mehr als jetzt. Denn man darf ja einen hohen IQ nicht mit Altruismus verwechseln ...

http://www.smilies.4-user.de/include/YouSmileys/wappen-smileys-Rheinland-Pfalz.gif "Es ist normal, anders zu sein." - erleichterte Erkenntnis eines 'HB-Kids' ... http://www.hobee.org/fileadmin/pics/smilies/yapbo.gif

Avatar © sarah5 - Fotolia.com
Verfasst am: 17. 08. 10 [20:30]
DichterWald
Themenersteller
Dabei seit: 02.03.2010
Beiträge: 812
@cloudeater
Grundsätzlich gehe ich mit dem, was du geschrieben hast, konform.icon_smile.gif Und mehr Fantasie und Kreativität fänd ich auch gut.Mir ist nur eine kleine (logische) Unstimmigkeit aufgefallen.Du schreibst, dass du dir wünscht, dass alle Menschen die Fantasiekapazität haben, sich Unterschiedlichkeit vorzustellen und zu akzeptieren (die Frage, ob das nun direkt oder indirekt mit dem IQ zusammenhängt, lass ich mal außen vor). Dann schreibst du:
Ich leide eigentlich vor allem darunter, dass Menschen, die anders sind als ich, sich nicht vorstellen können, dass ich ganz anders bin als sie.
Aber kannst du denn die Andersartigkeit der anderen Menschen, die sich nicht vorstellen können, dass andere Menschen anders sind als sie selbst (was du ja kannst) akzeptieren? Dann müsstes du ja auch akzeptieren können, dass sie eben das nicht können, was du kannst: sich Unterschiedlichkeit vorstellen und akzeptieren, oder?
@mamuesp

Höchstwahrscheinlich würde man sich in diesem Fall gegenseitig mit Erfolg ziemlich das Leben schwer machen, mehr als jetzt. Denn man darf ja einen hohen IQ nicht mit Altruismus verwechseln ...
In welcher Weise meinst du denn, dass sie sich gegenseitig das Leben schwer machen würden?
Ich habe einige postive Szenarien und auch einige negative im Kopf, wie es wäre wenn alle Menschen IQ>130. Eine davon wäre übrigens, dass der wissenschaftlich- technische Fortschritt viel schneller ginge und u.U. die Moralentwicklung nicht hinterherkäme (zwar wird immer gerne behauptet, dass bei Hochbegabten auch die moralische Entwicklung weiter fortgeschritten wäre, aber ich glaube, wissenschaftlich belegt ist das keinesfalls, oder?) und somit die Menschheit es tatsächlich dank besseren wissenschaftlichen Fortschritts schafft sich selbst auszurotten.Eine andere wäre, dass die ganze Entwicklung überhaupt nicht von der Stelle käme, weil alles von allen Seiten und aus allen Perspektiven betrachtet und diskutiert und somit kaum was umgesetzt würde. Aber, das waren jetzt nur die negativen, ich habe natürlich auch ne Menga anderer positiver Szenarien im Kopf. icon_smile.gif
Hm, das ist m.E. die "das Glas ist halb leer"-Sichtweise. bei allem HickHack, den ich erlebt habe, gehöre ich eher zu der "das Glas ist halb voll"-Fraktion und finde die Vorstellung eines gleichen "Denkpegels" aller Menschen unerträglich.
Vielleicht hast du recht. Ich glaube, was ich mir wünschen würde: Alle Menschen könnten ruhig weiter einen unterschiedlichen IQ haben. IAber ich wäre gerne durchschnittlich intelligent.
Will heißen, ich wünschte mir, dass der IQ aller Menschen steigen würde, so dass ich wieder halbwegs in der Mitte wäre oder von mir aus auch gerne leicht übern Durchschnitt (max eine Standardabweichung). Aber eben "normal" in dem Sinne, dass ich mehr Menschen auf meinem "Level" hätte, die - wie Sundancer es ausdrückte- ähnlich ticken wie ich.
Nunja, das Leben ist nun mal kein Ponyhof. icon_rolleyes.gif


Intelligenz ist ein Geschenk des Teufels. (Dostojewski)
Verfasst am: 17. 08. 10 [21:55]
Cloudeater
Dabei seit: 02.07.2010
Beiträge: 418
@DichterWald
Akzeptiert habe ich das schon. Wünschen kann man aber trotzdem, oder?

Ich mache halt ständig die Erfahrung, dass ich der Mehrheit der Leute, auf die ich treffe, drei Viertel des Weges entgegenkomme... und die das oft garnicht mitkriegen. (In der Vergangenheit habe ich mich dabei ziemlich aufgerieben...)
Das ist auf die Dauer anstrengend. Deshalb wünschte ich halt, es wäre anders, und das Entgegenkommen wäre - hin und wieder mal - ungefähr gleich verteilt.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.08.2010 um 21:57.]

"Das wahre Geheimnis dieser Welt ist das Sichtbare, nicht das Unsichtbare."
Oscar Wilde