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wieso kann ich kein Mathe???

Autor Nachricht
Verfasst am: 13. 07. 10 [18:26]
Pazifik
Themenersteller
Dabei seit: 15.03.2010
Beiträge: 219
@profocomadrona: Dem muss ich leider widersprechen! Mag sein das Räumliches Vorstellungsvermögen keine hinreichende Bedingung darstellt, um gut in Mathe und Naturwissenschaften zu sein, eine notwendige aber auf jeden Fall! Ich muss das vielleicht ein bisschen präzisieren. Ich habe nicht das, was man gemeinhin ein schlechtes Raumgefühl nennt. Bei mir ist es ein richtiges Handicap im Alltag. Es fängt schon bei der links rechts Unterscheidung an. Dann die Orientierung: Wenn ich in einer Arztpraxis z.B. noch nicht mindestens ein dutzend mal war, laufe ich immer wieder am Ausgang vorbei. Dreh mich nachts 100m vor meinem Haus dreimal im Kreis und ich komme nicht mehr heim icon_biggrin.gif Ok das ist ein bisschen übertrieben. Weiteres Bsp. Ich wollte mir auf Youtube anschauen, wie man eine Krawatte bindet. Wenn der Typ, der das vormacht nicht genauso sitzt wie ich krieg ich es nicht auf die Reihe. Mensa Test: hätte ich nicht nach einer Zeit nur noch blind angekreuzt, ich hätte niicht mal ein drittel der Würfelaufgaben geschafft. und selbst bei dem Drittel war ich mir bei jeder unsicher.
Zu mathe: Analytische Geometrie: ich habe nicht gesehen, wo der dritte pfeil hingeht ich habs einfach ncith gesehen. Analysis: wenn ich keine Vorstellungen habe, wie der Graph aussieht, wie soll ich ihn dann berechnen? 6. Klasse Würfel zeichnen und berechnen: ein Trauerspiel. Physik: zwei eimer, einer mit grobkörnigem sand, einer mit feinem. Gieß wasser rein, wo läufts schneller durch? Ganz klar, da wo ich dem Wasser weniger Oberfläche b biete. Also mühsam die Eimer im Kopf vorgestellt, dann den einen genommen in gedanken wasser reingegossen usw. solche Vorstellungen brauchen bei mri einfach wahnsinnig viel Zeit. Somit mein Schluss: Mangelndes R.V. ist sicher nicht der einzige Grund gewesen, warum ich schlecht in Mathe war, aber es hatte auf jeden Fall erheblichen Anteil daran.
Verfasst am: 13. 07. 10 [18:37]
profcomadrona
Dabei seit: 02.06.2009
Beiträge: 1901
Pazifik, ich bin in der Hitze auch nicht ganz fit. Reden wir aneinander vorbei?
Ich habe extremes räuml. Vorstellungsvermögen und kann kein Mathe.
Mein r. V. hilft mir also nicht wirklich




Verfasst am: 13. 07. 10 [18:52]
Pazifik
Themenersteller
Dabei seit: 15.03.2010
Beiträge: 219
Oh bei mir ist es nicht so heiß. Mag schon sein, dass du kein Mathe kannst. Ich sagte ja auch, dass R.V. eine NOTWENDIGE, aber KEINE HINREICHENDE Bedingung für ein gutes Matheverständis ist. Ich habe nie behauptet, dass es nicht auch tausend andere Gründe gibt, warum man in Mathe schlecht ist. Ich persönlcih kann es jedenfalls nicht auf den Lehrer schieben, weil ich sowohl sehr gute, wie auch unfassbar schlechte Leerer hatte.
Verfasst am: 13. 07. 10 [21:03]
Pazifik
Themenersteller
Dabei seit: 15.03.2010
Beiträge: 219
Zusammenhang zwischen arithmetischen Fähigkeiten und räumlichem Vorstellungsvermögen?

http://www.mathematik.uni-dortmund.de/ieem/BzMU/BzMU2009/Beitraege/OBERSTEINER_Andreas_2009_Raumvorstellung.pdf

http://www.educ.ethz.ch/newsticker/alle_faecher/ing

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.2010 um 21:05.]
Verfasst am: 13. 07. 10 [22:56]
foxie
Dabei seit: 26.02.2008
Beiträge: 2396
Pazifik: interessante Artikel.
Ich gehör definitiv zu den Räumlich-Visuell-Begabten. Und ich denke, es ist schon sehr hilfreich, wenn man das kann, wenn man Mathe studiert. Könnte mir auch vorstellen, dass das die Fähigkeit dahinter ist, wenn ich sage, dass ich für bestimmte mathematische Dinge Gefühle entwickel. Kann das jetzt schlecht besser beschreiben. Aber wenn ich mal etwas begriffen habe und übe, dann kommt nach und nach ein Gefühl dafür auf, wo das Ganze enden könnte, zB.

- geprüfte Schnuffellin I -
Verfasst am: 13. 07. 10 [23:05]
Pazifik
Themenersteller
Dabei seit: 15.03.2010
Beiträge: 219
Foxie: Danke! icon_wink.gif Ist ein ganz interessantes Thema mit dem R.V. Wird viel zu sehr vernachlässigt. Eine Begabung, die m.M. nach mit den anderen Intelligenzfacetten auf einer Stufe steht! Habe letztens auch ein Buch über Leonardo da Vinci gelesen. Dort stellt der Autor die These auf, Leonardos Schaffenskraft würde zu einem erheblichen Teil daraus resultieren, dass er sich alles, auch die kompliziertesten Vorgänge mit Leichtigkeit im Kopf vorstellen konnte.
Wie siehts eigentlich mit Matrizen Tests aus? Die korrelieren doch sicher auch mit dem R.V. oder? Wobei ich bei solchen eigentlich nie schlecht abschneide...
Verfasst am: 13. 07. 10 [23:08]
foxie
Dabei seit: 26.02.2008
Beiträge: 2396
Mit den Tests hab ich keine Ahnung. Ist mir ehrlich gesagt auch nicht besonders wichtig - wichtiger ist mir, dass ich mein Studium besteh icon_smile.gif und Ziel ist gut sein icon_cool.gif.

@Da Vinci: ja, kann ich mir sehr gut Vorstellen icon_wink.gif ich "bau" nämlcih auch sehr vieles erst mal im Kopf und dann, wenn nötig gibts noch nen Plan, wie genau es dann aussehen sollte…gibt aber auch viele Dinge, da hab ich ne Vorstellung von und dann mach ich einfach. Ist noch praktisch nie nix rausgekommen

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.2010 um 23:12.]

- geprüfte Schnuffellin I -
Verfasst am: 14. 07. 10 [09:54]
silv
(gelöscht)
Dabei seit: 03.07.2010
Beiträge: 1416
@foxie, hallo, das mit den Gefühlen entwickeln für Themen an die man dran ist,´kann ich sehr gut nachvollziehen.
Verfasst am: 09. 08. 10 [18:19]
silv
(gelöscht)
Dabei seit: 03.07.2010
Beiträge: 1416
Hallo Philosophie-Studenten icon_biggrin.gif

wie ich gerade feststellen muss ( icon_redface.gif ) war der Ausflug in die Philosophie im Rahmen dieses Threads gar nicht so verkehrt!!!!
Déscartes oder Leibniz und andere Philosophen haben bedeutende mathematische Möglichkeiten entwickelt....

Descartes eröffnete mit der Verwendung von Koordinaten einen rechnerischen Zugang zur Geometrie usw.

Stehen im Rahmen eines Philosophie-Studiums auch diese mathematischen Themen auf dem Stundenplan?????



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.2010 um 19:32.]
Verfasst am: 09. 08. 10 [21:45]
foxie
Dabei seit: 26.02.2008
Beiträge: 2396
silv: schau doch einfach mal im Vorlesungsverzeichnis nach icon_zaunpf.gif

- geprüfte Schnuffellin I -
Verfasst am: 24. 08. 10 [10:53]
schopenhauer
Dabei seit: 24.08.2010
Beiträge: 1
Doppelhelix schrieb:

"Warum kann ich einfach nicht fliegen? Ich habe verstanden wie es gehen soll, ich bin flink, stark und motiviert." brüllte der Fisch, während er zum 10. Mal von einem Baum sprang. icon_cheesygrin.gif

Meiner Meinung nach geht es da nicht um Resignation sondern um Akzeptanz.



Also...ich frage mich "Wie ist der Fisch wohl auf den Baum gekommen"?
Vielleicht ein hochbegabter Fisch????


.....brüllte der fliegende Fisch, während er.... ?? hahahahaha



Edit Moderation: Doppelpost zusammengefasst.
Verfasst am: 25. 08. 10 [12:20]
ABCD31415
Dabei seit: 21.08.2010
Beiträge: 4
@Paczka:
Vera F. Birkenbihl beschäftigt sich mit dem Thema hirngerechtes lernen.
Da gibt's einige Vorträge von ihr zu bestellen. Auch zum Thema Mathe.
Sie selbst ist m.E. bereits ein gutes Vorbild, da wie ich finde eine exzellente Rednerin.

n paar Dinge, die ich mir davon behalten habe:
Interesse schaffen.
Z.B. durch Rätsel, die die Kinder dann anderen stellen können. Sowas à la: "Denk dir ne Zahl, subtrahiere davon 2, addiere 4, subtrahiere die Zahl, die Du dir gedacht hast, nimm das Ergebnis mal 2. Dein Ergebnis ist 4" (wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe)
Das beispiel ist jetzt recht durchsichtig aber man kann sich ja schwerere Rechnungen ausdenken...
Jedenfalls haben die dann was zu knobeln, sind verblüfft, wenn der Lehrer das das erste Mal mit ihnen macht und ihr Ergebnis "vorhersagen kann" wie ein Magier und haben dann auch Erfolgserlebnisse, wenn sie das Spiel mit anderen (Geschwistern, Freunden...) spielen.


Verschiede Lösungswege vorschlagen:
Z.B. habe ich zum ersten Mal im Mathestudium vom Gauß-Jordan-Algorithmus gehört und fand den super zum Lösen linearer Gleichungssysteme. Hab den dann auch einem Freund gegeben, der den damals in ner Arbeit im Abendgymnasium zum Prüfen seiner Ergebnisse anwendete.
Auch bei anderen Rechnungen gibt es diverse unterschiedliche Möglichkeiten. Wenn man die den Schülern vorstellt, finden sie vll einen, der ihnen am besten liegt, sodass sie wieder Erfolgserlebnisse haben. Zudem lernen sie dadurch auch, dass es nicht den EINEN wahren Weg gibt sondern viele Möglichkeiten und nähern sich Problemen auf unterschiedliche Weise.

Bei Fehler nicht einfach sagen: "Falsch. Der nächste?" Sondern vll nachfragen, wie derjenige darauf kam, die Schritte mit an der Tafel nachvollziehen und wenn dann der Fehler auftritt, den dann halt korrigieren.
So fühlt sich der Schüler nicht komplett blöd, denn oftmals stimmen ja Teile der Rechnung und wenn er nen logischen Fehler gemacht hat, so kann man dann versuchen, den nochmal zu erklären und dann hat er vll nen Aha-Erlebnis. Diese Herangehensweise wird auch anderen Schülern sicher Mut machen, auch mal Fehler zu machen, was allgemein ja geradezu verpönt ist, obwohl so wichtig für's lernen.


Edit:
Allgemein: Als Einstieg Fragen stellen, die man dann im Laufe des Unterrichts beantwortet.
So ist am Anfang gleich Interesse geweckt (jeder will wissen, ob das, was er sich dachte, denn nun stimmt) und hält somit die Aufmerksamkeit höher.
Als Einstieg für Genetik nannte sie zum Beispiel die Frage "Ist der erste Kuss ein Gentest?"


Edit: Den Vortrag "Rechen-Training" von Birkenbihl gibt's auch bei youtube.
Denke aber, dass das gegen das copyright verstößt, daher stell ich den link (oder eigentlich sind's 17 teile) hier nicht rein...

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 25.08.2010 um 17:02.]