Du bist hier: Forum / Übersicht
Tue, 22. May 2012 - 23:10 (CEST)

Anmelden

Du kannst Dich hier mit Usernamen und Passwort anmelden, um Zugang zu den geschützten Bereichen zu erhalten.






Interessante Buchtipps

Dr. Siri und seine Toten Colin Cotterill
Dr. Siri und seine Toten
(The Coroner's Lunch)

Irgendwie Anders Kathryn Cave,
Chris Riddell
Irgendwie Anders
 

Suche dir Menschen, die dir gut tun Christine Beerwerth
Suche dir Menschen, die dir gut tun
Coaching für Erwachsene mit ADS

Gastzugang

Gäste könnnen in diesem, dem offenen Bereich, ohne Anmeldung lesen. Wenn Du in diesem Forum jedoch etwas schreiben möchtest, ist es nötig, dass Du Dich anmeldest. Um zu schreiben und zu den Mitgliederbereichen Zugang zu erhalten, kannst Du Dich daher Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterregistrieren, dann steht Dir nach der Freischaltung des Benutzerkontos das Forum offen.

fluide/kristalline Intelligenz

Autor Nachricht
Verfasst am: 28. 01. 12 [16:13]
OneTrickPony
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2012
Beiträge: 19
Hallo allerseits,
ein Thema das mich auch persönlich betrifft ist die Einteilung in fluide und kristalline Intelligenz.
Ich habe eine grobe Vorstellung von dem was es heißt, nun würde mich jedoch brennend interessieren wie die Fragen aussehen welche zur Ermittlung der jeweiligen "Fähigkeit" genutzt werden.

Außerdem spukt mir so im Geiste herum... hat eine Depression mit daraus folgenden Konzentrationsschwächen einen Einfluss auf die fluide Intelligenz? Theoretisch ja oder?!

So das sollte an diesem Punkt reichen. Vielleicht tun sich in diesem konkreten Zusammenhang ja auch noch Fragen von anderen Mitgliedern hervor.

Salute
Verfasst am: 28. 01. 12 [19:25]
kringel
Dabei seit: 24.12.2008
Beiträge: 1170
Liebes Pony,

naja, ganz einfach: Die Fragen zur kristallinen Intelligenz sind Wissensfragen, die zur fluiden Intelligenz sind solche, wo du eine Aufgabe lösen musst.

Zur zweiten Teilfrage: Manche Experten sagen, dass der IQ in depressiven Phasen niedriger ist als während nicht-depressiver Zeiten.

Kannst du aber alles schnell ergooglen oder hier im Forum nachlesen.

icon_mrgreen.gif
Verfasst am: 30. 01. 12 [16:12]
OneTrickPony
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2012
Beiträge: 19
Danke , war leichter hier zu fragen von Menschen die sich bereits ein differenzierteres Urteil gebildet haben. Leide unter Zeitnot. icon_bow.gif
Verfasst am: 30. 01. 12 [19:46]
ladynienna
Dabei seit: 15.11.2011
Beiträge: 315
Wer hetzt Dich denn?

Ich weiß, dass man seine Signaturen nicht wie Unterhosen wechseln sollte, aber die letzte verliert doch langsam etwas an Zusammenhang
Verfasst am: 30. 01. 12 [20:11]
OneTrickPony
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2012
Beiträge: 19
Muss viel machen wegen Brandstiftung in der Küche meines Vaters... hört sich lustig an .. ist es aber nicht ... und ansonsten hetzt mich Schule und vieles mehr... ... wozu die Frage? icon_cheesygrin.gif icon_cheesygrin.gif
Verfasst am: 30. 01. 12 [20:48]
isobethap
Dabei seit: 01.09.2011
Beiträge: 74
die fluide Intellgenz steigt überproportional
Verfasst am: 30. 01. 12 [20:53]
ladynienna
Dabei seit: 15.11.2011
Beiträge: 315
Ich habe nur gefragt, weil ich zwar auch sehr wenig Zeit habe (ist chronisch, momentan aber zusätzlich auch noch akut), aber trotzdem immer Zeit finde mir meine Infos selbst zu suchen, denn ich bilde mir lieber meine eigene Meinung als die Informationen aus zweiter Hand zu bekommen.

Ich weiß, dass man seine Signaturen nicht wie Unterhosen wechseln sollte, aber die letzte verliert doch langsam etwas an Zusammenhang
Verfasst am: 30. 01. 12 [20:56]
isobethap
Dabei seit: 01.09.2011
Beiträge: 74
tja, bist Du depressiv? Wenn ja, kannst Du Dir Deine eigene Meinung bilden, wenn nicht, bst Du auf Infos aus zweiter Hand angewiesen.
Und zu meinem Beitrag: Wer sieht den Fehler?
Verfasst am: 30. 01. 12 [21:44]
ladynienna
Dabei seit: 15.11.2011
Beiträge: 315
Deinem Beitrag fehlt ein "i".

Und ja, ich bin/war/wasauchimmer depressiv.


Ich weiß, dass man seine Signaturen nicht wie Unterhosen wechseln sollte, aber die letzte verliert doch langsam etwas an Zusammenhang
Verfasst am: 31. 01. 12 [13:26]
marina
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 1956
isobethap schrieb:
tja, bist Du depressiv? Wenn ja, kannst Du Dir Deine eigene Meinung bilden, wenn nicht, bst Du auf Infos aus zweiter Hand angewiesen.


Seit wann mindern Depressionen die Fähigkeit, sich Informationen zu beschaffen und dann Schlüsse aus Fakten zu ziehen?
Sie schränken kognitive Fähigkeiten / Prozesse unter Umständen ein - im Sinne von Verlangsamung, was zu schlechteren Ergebnissen in IQ-Tests führen kann - aber nicht völlig aus.

Zum anderen muss man nicht selbst betroffen sein, um solche Beobachtungen machen zu können - ich muss auch nicht selbst Krebs haben, um die Krankheitsmechanismen und -auswirkungen verstehen zu können.

Vielleicht magst Du mal erläutern, wie Du zu Deinen Annahmen kommst?

Die Frage ist nicht als persönlicher Angriff gemeint, mich interessiert tatsächlich der sachliche Hintergrund.

@OneTrickPony:
grob gesagt kann eine Depression sämtliche kognitiven Prozesse beeinträchtigen, also Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, logisches Denken, die Fähigkeit, stringent zu planen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.
Ursache sind z.B. Schlafstörungen - die oft ein Symptom der Depressionen sind bzw. mit diesen einhergehen. Auch der gestörte Stoffwechsel (Serotonin / Dopamin) dürfte dabei eine Rolle spielen.

Man kann diese Beeinträchtigungen manchmal deutlich von aussen wahrnehmen, bzw. bei eigener Betroffenheit auch von innen. Dann sind z.B. Konfusion, verminderte Merkfähigkeit und gewaltige Schwierigkeiten im Planen und Entscheiden, bis hin zu völliger "Lähmung" produktiver Gedanken zu beobachten.

Völlig klar, dass das zu verminderten Ergebnissen im Intelligenztest führen kann - im Vergleich zum gesunden Normalzustand.

Auch noch so intellgente Menschen sind im Zustand der Depression eher nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte.

Edit:
ergänzt und korrigiert

Liebe ist positives Vorurteil
Reden ist Silber - Handeln ist Gold
Verfasst am: 01. 02. 12 [12:34]
OneTrickPony
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2012
Beiträge: 19
Zur Informationsbeschaffung:

Ich könnte jetzt alle möglichen Betroffenen Fragen , bzw. zur fluiden Intelligenz kleine Lektüren zusammen tragen etc.. Wie gesagt habe ich mich damit auch schon auseinandergesetzt.
Aber um ein wirklich differenzierteres Urteil zu erhalten ist meiner Ansicht nach eine solche Konversation ganz gut, da eine Vorstellung dieses ja nicht immer ganz eindeutigen Themas im Sinne des hermeneutischen Zirkels schwierig ist.

@marina
vielen Dank auch dir für die Antwort. Ich sehe nun also das ich ein relativ korrektes Bild von dieser Thematik habe. icon_smile.gif

LG
Verfasst am: 01. 02. 12 [21:48]
isobethap
Dabei seit: 01.09.2011
Beiträge: 74
marina schrieb:

isobethap schrieb:
tja, bist Du depressiv? Wenn ja, kannst Du Dir Deine eigene Meinung bilden, wenn nicht, bst Du auf Infos aus zweiter Hand angewiesen.


Seit wann mindern Depressionen die Fähigkeit, sich Informationen zu beschaffen und dann Schlüsse aus Fakten zu ziehen?
Sie schränken kognitive Fähigkeiten / Prozesse unter Umständen ein - im Sinne von Verlangsamung, was zu schlechteren Ergebnissen in IQ-Tests führen kann - aber nicht völlig aus.

Zum anderen muss man nicht selbst betroffen sein, um solche Beobachtungen machen zu können - ich muss auch nicht selbst Krebs haben, um die Krankheitsmechanismen und -auswirkungen verstehen zu können.

Vielleicht magst Du mal erläutern, wie Du zu Deinen Annahmen kommst?

Die Frage ist nicht als persönlicher Angriff gemeint, mich interessiert tatsächlich der sachliche Hintergrund.


Um sich Informationen beschaffen zu können, muss man beschaffen können und das kann man als Depressiver sehr schwer, Schlüsse aus Fakten ziehen, die man nicht hat, geht schlecht, wenn man sie hat, muss man Schlüsse ziehen können und dass ist bei Depressiven extrem schwer, weil kein Antrieb mehr da ist für sowas. Eine Depression in schwerer Art (vielleicht reden wir ja von unterschiedlichen Schweregraden) lähmt bis zum Exzess, soweit noch Aktivität besteht, dann in Form des Selbsterhaltungstriebes, wenn überhaupt. Warum essen schwerst Depressive nicht mehr?
Informationen können vielleicht noch aufgenommen werden, aber nicht mehr "richtig" verarbeitet werden.

Und mit dem Selbsterleben? Lesen kann ich alles, fühlen, und wirklich erfassen nur das Erlebte und es bleibt eben immer ein Unterschied, ob man etwas selbst erlebt hat oder nicht. Z.B. eine paranoide Symptomatik im Rahmen einer Depression. In dieser Phase steigt die fluide Inteligenz überproportional, wiederum zum Selbstschutz, um dem Leer der Depression zu entgehen. Aus meiner Sicht ist eine paranoide Symptomatik fast zwingend bei einer schweren Depression, ansonsten müsste man diese Depressiven nicht mehr behandeln. Darin liegt dann auch der Fehler meines Beitrages und nicht nur das fehlende "i"icon_wink.gif. In der paranoiden Phase steigt die fluide Intelligenz überproportional, nicht in der Depression, da fließt nichts mehr.

Und natürlich lernt man aus allen Beiträgen, auch von nicht Betroffenen, selbst Betroffene erleben ja nicht das, was der Einzelne erlebt.

Abschließend liebe Marina, ich nehme das nicht als Angriff oder so, selbst wenn, wär das doch ok, kein Eiertanz mit mir, ich kann den selbst nicht icon_wink.gif

Und wenn ich mich nicht verständich ausgedrückt habe, bitte ich das zu entschuldigen, zu diesem Thema könnte ich mindestens ein Buch über 10000 Seiten schreiben.
Und Rechtschreibfehler oder sonstiges interessieren mich nicht wirklich.

edit by Mod / Formatierung (Zitat)

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 01.02.2012 um 21:52.]
Verfasst am: 01. 02. 12 [21:59]
OneTrickPony
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2012
Beiträge: 19
Huhu, genauso hab ich mir interessante Rückmeldungen vorgestellt icon_smile.gif Sie regen an und erweitern den Rahmen.
icon_bow.gif

Danke danke danke
Verfasst am: 04. 02. 12 [18:13]
marina
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 1956
isobethap schrieb:
In dieser Phase steigt die fluide Inteligenz überproportional, wiederum zum Selbstschutz, um dem Leer der Depression zu entgehen. Aus meiner Sicht ist eine paranoide Symptomatik fast zwingend bei einer schweren Depression, ansonsten müsste man diese Depressiven nicht mehr behandeln.

... zu diesem Thema könnte ich mindestens ein Buch über 10000 Seiten schreiben.


Deine Beschreibung finde ich spannend und neu - wie kommst Du auf diese Schlussfolgerung ("fast zwingend....ansonsten")?
Wäre schön, wenn du noch was dazu schreibst - evtl. auch im geschlossenen Bereich des Forums in einem eigenen thread.

Lass es mich wissen, wenn Dein Buch erscheint, es würde mich interessieren, es zu lesen.

viele Grüße
marina

Liebe ist positives Vorurteil
Reden ist Silber - Handeln ist Gold