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Verfasst am: 09. 09. 11 [15:21]
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Minea (gelöscht)
Themenersteller
Dabei seit: 06.09.2011
Beiträge: 352
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Hallo
es klang in anderen Threads schon ein paar Mal an, aber ich habe keinen eigenen Thread dafür gefunden, daher dieser hier:
Was ist für Euch die optimale Schule für Hochbegabte? Was muss sie leisten, wie sollte sie strukturiert sein? Brauchten wir wirklich eigene Schulen für Hochbegabte?
Einmal aus Eurerer eigenen Schulerfahrung heraus, einmal aus der Erfahrung mit Euren Kindern, sofern Ihr welche habt.
Ich fang mal an :
Ich bin hochbegabt, hab das aber erst mit 16 erfahren, als etliche Tests in einem anderen Kontext gemacht wurden.
An meiner Grundschule gab es noch jahrgangsübergreifende Klassen, die sehr groß waren. Sonst weiß ich davon nicht mehr sehr viel - außer dass ich Heimatkunde nicht sehr mochte.
Das Gymnasium, auf das ich kam, war damals eine Projektschule für die Region mit Versuchen Richtung Gesamtschule. Auch waren waren die Klassen sehr groß - bis zu 36 Kinder. Ich war auf dem neusprachlichen Zweig und einer der ersten Jahrgänge (oder der erste? Es ist schon so lange her ...) in denen es die Kollegstufe gab.
Ich fühlte mich in der Schule immer wohl, mochte die Atmosphäre und habe mich nicht gelangweilt - auch wenn ich mir kein Bein ausgerissen habe und in vielen Zeugnissen stand: xy schaut stundenlang aus dem Fenster und zählt Schneeflocken Lernen musste ich nie, Referate etc. hab ich grundsätzlich erst die Nacht zuvor gemacht - inklusive Lesen der dafür nötigen Literatur. Auch durchs Abitur bin ich so gekommen. Leistungskurse waren Französisch und Kunst, in Kunst war ich immer sehr gut. Vokalbellernen habe ich gehasst.
Als "Rahmenprogrogramm" gab es verschiedene Sport- und andere Interessenkurse, einen Chor, ein Orchester etc. Ich hab da die künstlerischen Kurse wie Keramik besucht und viel gelernt.
Mein Kind wird jetzt auf eine reformpädagogische Schule gehen (ob es HB ist oder nicht, weiß ich nicht und ist mir auch egal).
Die Schule hat jahrgangsübergreifende Klassen, eine hohe Binnendifferenzierung, KEINEN 45-Minuten-Takt, fächerübergreifenden Unterricht (ein Bach wird z.B. aus biologischer, chemischer und physikalischer Sicht gleichzeitig behandelt) und ein Fremdsprachenangebot (spielerisch und nur einmal die Woche, in den Schulalltag integriert) ab der ersten Klasse. Großen Wert wird auf Toleranz, soziale Fähigkeiten und das Miteinander der Schulgemeinschaft gelegt, Eliten gibt es nicht, die Schülerschaft ist gut durchgemischt aus allen Schichten, auch Integrativkinder gibt es. Bis zur 10. sind alle Kinder zusammen. Ein Klassenlehrer führt die Klasse mehrere Jahre.
Aus meiner heutigen Sicht, mit dem Wissen das ich jetzt habe, kommt die Schule meines Kindes meiner Vorstellung von einer idealen Schule für ALLE sehr nahe. Ich denke daher nicht, dass es bei einem solchen Konzept extra "Auslese"-klassen oder -schulen braucht. Sie fördern nur die abgrenzende Elitebildung.
Und auch meine Schule damals war ok - auch wenn man manches hätte anders machen können. Aber Anfang der Siebziger war das schon gut, denke ich, und ich habe viel mitgenommen - wenn auch nicht unbedingt ein großes schulisches Faktenwissen.
Wie war/ist es bei Euch?
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Verfasst am: 09. 09. 11 [18:57]
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Kat
Dabei seit: 09.08.2009
Beiträge: 1986
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Hi Minea,
was du von der Schule schreibst, hört sich tatsächlich sehr gut an - sowas ist mit Sicherheit so ziemlich ideal für Kinder insgesamt!
Leider sieht die Realität meistens anders aus... Bei mir in der Schule stand und fiel vieles mit dem Lehrer. Ich hatte in den unteren Klassen ziemliche Probleme, weil ich als "Streber" galt, das hat sich ab der 6. Klasse nach und nach gebessert. Überwiegend deshalb, weil einfach eine ganz andere Einstellung zu guten Schülern da war - die wurden nämlich anerkannt und man fand das toll, wenn jemand Einser schrieb, nicht etwa beunruhigend und unnormal.
Ja, und dann gab es noch Lehrer, die das einfach schön fanden, eine Schülerin zu haben, die das Fach wirklich interessierte, mit der sie teilweise noch bis in die Pause hinein drüber diskutierten, die Gedichte und Geschichten schrieb, zuhause sich noch mit Geschichtsthemen befaßte... Und die das entsprechend gefördert haben, mir Bücher liehen, Fragen beantworteten, Texte korrigierten, usw. Von solchen Lehrern hätte es noch viel mehr geben dürfen!
"Espérer, parce que la terre est belle,
Quand une étoile s'éteint, elle n'éteint pas le ciel."
(M. Sardou)
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Verfasst am: 10. 09. 11 [11:48]
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Freigeist
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 2109
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Hi Minea,
damit es nicht langweilig wird
Ich bin nicht hochbegabt und mit 14 von der Schule geflogen!
Und halte jeden für irre, der behauptet, er hätte die optimale Schule für alle Kinder gefunden!
Da aber auch ich ab und zu irre bin, habe ich natürlich mein Pädagogikideal!
Es heisst Treibhaus der Zufunft und dort wird die Puddingpädagogik betrieben.
Zur weiteren Erläuterung möchte ich aber lieber wieder in den geschlossenen Bereich!
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Verfasst am: 10. 09. 11 [11:52]
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Minea (gelöscht)
Themenersteller
Dabei seit: 06.09.2011
Beiträge: 352
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Freigeist, TreibHÄUSER der Zukunft, wenn schon
Vielleicht mag ja ein Mod den Thread in den Mitgliederbereich schieben, wenn hier niemand antworten mag .....?
Ich finde das Thema nämlich sehr spannend
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Verfasst am: 10. 09. 11 [11:56]
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Freigeist
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 2109
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das kann ruhig hier stehen bleiben, nur begebe ich mich dann weg von HB, deswegen, woanders
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Verfasst am: 10. 09. 11 [12:05]
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Minea (gelöscht)
Themenersteller
Dabei seit: 06.09.2011
Beiträge: 352
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Freigeist, ich verstehe diesen Satz nicht. Hilfst Du mir auf die Sprünge?
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Verfasst am: 10. 09. 11 [12:10]
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Freigeist
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 2109
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ich möchte mein Pädagogikideal erläutern, dass hat dann aber nicht mehr so viel mit Hb zu tun, deswegen, möchte ich das woanders schreiben......
und dein Thread hier, kann unabhängig davon stehen bleiben, vielleicht hat ja der eine oder andere noch eine Meinung, ob es Schulen für Hbs, geben sollte und wie die aussehen sollten
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Verfasst am: 10. 09. 11 [12:17]
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Minea (gelöscht)
Themenersteller
Dabei seit: 06.09.2011
Beiträge: 352
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Machst Du einen Pädagogikthread auf? Mich würde das sehr interessieren
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Verfasst am: 10. 09. 11 [12:19]
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Freigeist
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 2109
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Nur Geduld ( Normalerweise bekomme ich das immer gesagt )
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Verfasst am: 10. 09. 11 [12:24]
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Minea (gelöscht)
Themenersteller
Dabei seit: 06.09.2011
Beiträge: 352
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Freigeist schrieb:
Nur Geduld  ( Normalerweise bekomme ich das immer gesagt  )
Dann sind wir jetzt zu zweit Ich bin auch so ein Kandidat.
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