| Autor |
Nachricht |
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [16:06]
|
|
kringel
Themenersteller
Dabei seit: 24.12.2008
Beiträge: 1170
|
Ich überlege, mir eine elektrische Zahnbürste zuzulegen.
Meine Frage: Werden die Zähne sauberer damit? Werden erstens Bakterien und zweitens sichtbare Beläge durch Rauchen, Kaffee oder Rotwein damit besser entfernt?
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [16:39]
|
|
anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7257
|
Nach meiner Erfahrung funktioniert die Reinigung mit einer elektrischen Zahnbürste besser.
Ich habe sie mir vor Jahren aus einem ganz profanen Grund gekauft: Ich hatte keine Lust, ein neues und für mich sehr ungewohntes Putzsystem mit einer ganz normalen Zahnbürste zu erlernen. Die exakte Putztechnik ging mir nicht flott genug von der Hand und so habe ich mir eine elektrische Zahnbürste zugelegt.
Ein befreundeter Zahnarzt vertritt die Ansicht, dass beide gleich gut funktionieren, wenn man denn bei der herkömmlichen Bürste gründlich und mit einer bestimmten Technik putzt. Die elektrische dreht sich ja in alle möglichen Richtungen und hat durch ihren kleinen runden Kopf besseren Zugang in die engsten hinteren Bereiche des Gebisses. Das halte ich für einen Vorteil und es macht mir die Zahnpflege leichter. Insgesamt fühlen sich die Zähne nach der Reinigung glatter an.
Nachteil des elektrischen Gerätes sind die wesentlich höheren Kosten der nachzukaufenden Aufsteckbürsten. Aber mir ist es die Sache auch heute noch wert.
Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster.
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [16:42]
|
|
oesb
Dabei seit: 05.01.2008
Beiträge: 1438
|
Hi,
also ich habe schon seit Jahren eine elektrische Zahnbürste. Nun ist sie kaputt! Ich hab mir dann eine neue von O ral B die 550 gekauft. Nachdem ich diese nun seit 14 Tagen im Gebrauch habe, denke ich mir das es Zeit war das die Alte abdankt. Die Neue ist def. noch gründlicher! Im Urlaub putze ich schon mal von Hand, nach dem Urlaub merke ich was ich alles nicht sauber bekommen habe.
LG Oesb
*Bitte beachtet die Termine für den HB Stammtisch, den HB Stammtisch für Heranwachsende und den HB Stammtisch für Eltern mit HB Kindern in Hannover! Jeweils der erste Sonntag im ungeraden Monat!*
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [16:52]
|
|
kringel
Themenersteller
Dabei seit: 24.12.2008
Beiträge: 1170
|
Jep, merci. Klingt überzeugend.
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [17:20]
|
|
jazz64
Dabei seit: 17.09.2010
Beiträge: 162
|
Hallo kringel,
ich bin im vergangenen Jahr auf elektrisch 'umgestellt' worden. Vorgeschichte: habe eigentlich immer brav und ausgiebig mit herkömmlicher Bürste meine Beisserchen gepflegt. Dann wurde bei mir eine massiv ausgeprägte Paradontose diagnostiziert - bin gerade bei der Generalsanierung und in kürze wird mir noch ein Implantat verpasst; dann bin ich fertig und Zahnarzt und -techniker können sich einen neuen Wagen leisten ... - worauf mir die Mundhygienikerin geraten hat, auf eine elektr. Bürste umzusteigen. Seitdem (ca. 1 1/2 Jahre) hat sich mein Paradontosebefund deutlich verbessert.
Fazit: wäre ich doch nur früher auf meine oral b umgestiegen ...
PS: ich bekam noch die Empfehlung, möglichst die weichen (soft clean bei Braun) Bürstenaufsätze zu verwenden
I've seen things you people wouldn't believe ...
Roy Batty - Blade Runner (1982)
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [18:28]
|
|
hen
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 4325
|
Ich würde an Deiner Stelle Deinen Zahnarzt fragen, am besten einen, der sich richtig damit auskennt.
Mein Parodontosebefund hat sich allein durch richtige Technik wahnsinnig verbessert (wie anouk schon meinte).
Die Dentalhygienikerin hat mir gesagt, ich könne zusätzlich zur normalen Bürste auch eine Schallzahnbürste nehmen.
Von einer reinen elektrischen hat sie mir abgeraten, wenn ich mich recht entsinne, weil die zu aggressiv bei freiliegenden Zahnhälsen und angeschlagenem Zahnfleisch sind.
Deshalb lass Dich lieber von einer Fachperson beraten.
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [18:30]
|
|
hen
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 4325
|
P.S.: Die Kombi 1x am Tag konventionell, 1x elektrisch wirkt bei mir am besten. Nur elektrisch ist nicht besser als nur konventionell.
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [18:47]
|
|
anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7257
|
Stimmt, Hen, bei einigen Vorerkrankungen oder Befunden ist es immer angesagt, ein Wörtchen mit dem Zahnarzt des Vertrauens zu wechseln. Danke für deinen Hinweis!
Nicht dass auf einmal nur noch die Sprudeltablette im Glas reicht, um das Gebiss dort hineinzulegen und über Nacht reinigen zu lassen. Wobei auch hier im Vorfeld eine Putzaktion mit der Bürste vonnöten ist. Also doch wieder das Thema, das Kringel interessiert.
Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster.
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [19:36]
|
|
foxie
Dabei seit: 26.02.2008
Beiträge: 2395
|
Ich habe eine elektrische Schallzahnbuerste von Trisa, mit der man ganz normal putzt und bin sehr zufrieden. Putzt definitiv besser als eine herkoemmliche.
- geprüfte Schnuffellin I -
|
|
Verfasst am: 05. 02. 11 [20:08]
|
|
kringel
Themenersteller
Dabei seit: 24.12.2008
Beiträge: 1170
|
Ui - witzig, was hier alles so ausgepackt wird .
Tja, das dachte ich mir, dass ich da vorsichtig sein muss. Ich habe nämlich ein paar freiliegende Zahnhälse, die höchstwahrscheinlich von zu intensivem Putzen stammen. Das spricht einerseits, wie hen bereits erwähnte, gegen eine elektrische Zahnbürste. Andererseits habe ich gehört, dass man mit letzterer weniger Druck ausübt und nicht zum "Schrubben" verleitet wird, so dass der Schaden doch sogar zurückgehen könnte durch den Gebrauch (?).
Eine kombinierte Verwendung fände ich nicht schlecht. Braun hat auf jeden Fall grad ein Sonderstartangebot zu laufen, mit Rückgabegarantie der gebrauchten Bürste, falls man nicht zufrieden ist. Da dachte ich, man könnte mal zuschlagen...
|
|
Verfasst am: 06. 02. 11 [08:12]
|
|
Pia_P
Dabei seit: 11.01.2009
Beiträge: 380
|
kringel schrieb:
Andererseits habe ich gehört, dass man mit letzterer weniger Druck ausübt und nicht zum "Schrubben" verleitet wird, so dass der Schaden doch sogar zurückgehen könnte durch den Gebrauch (?).
Es gibt auch welche, da leuchtet so ein rotes Warnlicht, wenn du zu fest aufdrückst, das ist vielleicht auch ganz hilfreich.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.2011 um 08:12.]
|
|
Verfasst am: 08. 02. 11 [18:20]
|
|
kringel
Themenersteller
Dabei seit: 24.12.2008
Beiträge: 1170
|
So, hab mir jetzt eine gekauft und erzähl euch jetzt mal, wie ich es finde.
Also: Mit ner elektrischen hat man ja wohl die totale Wumme in der Gusche . Echt, ich wusste anfangs net so recht, wie das Ding in mein Mäulchen passen soll.
Beeindruckt bin ich von der Putzkraft des Kopfes. Wenn ihr mich fragt - was ihr nicht tun müsst, aber ich fahre trotzdem fort mit meinem Bericht - dann schleudern die Borsten einer E-Zahnbürste mehr Belag weg als ne herkömmliche ZB. Kann ich mir auch einbilden. Auf jeden Fall fühlen sich die Zähne sehr viel anders an als sonst.
Im Gegensatz zu der oft zu hörenden Aussage, dass man mit einer E-ZB auch an versteckte Stellen kommt, hatte ich im Gegenteil eher den Eindruck, dass ich da schlechter rankomme. Kann aber auch an meiner Zaghaftigkeit liegen, mir dieses brummende Dingsda bis zu den Weisheitszähnen hinterzuschieben.
Also rein manuell gesehen muss ich wohl noch an einer geschickten Technik feilen.
Vom Putzergebnis bin ich, nun ja, begeistert.
Was ich nicht so recht weiß: Haltet ihr die Bürste auch an euer Zahnfleisch? Mir kommt das recht brutal vor. Daher würd ich eher auch ne Tageskombi nehmen: Morgens Hand-ZB, abend E-ZB.
|
|
Verfasst am: 10. 02. 11 [06:59]
|
|
Pia_P
Dabei seit: 11.01.2009
Beiträge: 380
|
Ja, so mache ich das auch, morgens "herkömmliche Handzahnbürste" (so sagen die doch in der Werbung?) und abendes elektrisch. Aber deine hört sich ja nach Monster-Kaliber an, kannst du da nicht runterschalten auf einen sanfteren Gang???
|
|
Verfasst am: 10. 02. 11 [10:04]
|
|
kringel
Themenersteller
Dabei seit: 24.12.2008
Beiträge: 1170
|
Ich glaub, es kommt mir nur wie ein Monster-Kaliber vor . Ich hab in der Drogerie fast alle Testgeräte mal angemacht und war von anfang an erschrocken, wie laut die sind und wie stark die vibrieren. Die haben sich net so viel genommen in dieser Hinsicht. Nur eine war viel leiser - aber die hat gleich 60€ gekostet, und das war mir zu teuer. Ich hab jetzt eine von Braun, eine Oral B, die hat "nur" 28€ gekostet.
Gänge hat die leider nicht.
Was ich echt gut finde, ist der Timer. Nach jeder halben Minute ruckelt es ein bisschen, und nach zwei Minuten ruckelt es ganz doll. Ich schlag immer noch zwei Mal Ruckeln drauf, weil ich drei Minuten haben möchte.
Mir ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass ich meine Zähne bisher immer viel zu lange geputzt habe. Mindestens vier bis fünf Minuten. Kein Wunder, dass ich mir Zahnhälse freigelegt habe (trotz nur Hoch-runter-Putzen ohne Hochschieben vom Zahnfleisch), mit denen ich jetzt zu kämpfen habe. Ich habe es übertrieben. Aber meine Zahnärztin hat mir das sowieso schon mal gesagt, dass ich nicht zu viel putzen soll. Mit der elektrischen werde ich die Zeit hoffentlich besser einhalten.
|
|
Verfasst am: 17. 03. 11 [23:18]
|
|
marina
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 1953
|
Die Frage ist wohl beantwortet. Hier noch zwei Ergänzungen, auf die bisher nicht eingegangen wurde:
Du (kringel) fragtest am Anfang nach Belägen (Kaffee, Rotwein) und Bakterien.
Zu 1: es gibt für die Oral B spezielle Aufsätze - aussen mit Borsten und innen mit einem gelben ringförmigen Plastikstück- die speziell zum Entfernen / Wegpolieren von Belägen gedacht sind. Aber nur 1-2x die Woche verwenden, sonst ist es zu heftig!
Zu 2 (Bakterien / Parodontosevorbeugung): alle Bakterien bekommt man auch mit der elektrischen Zahnbürste nicht weg. Und zwar deshalb, weil auch diese nicht in die Zahnzwischenräume kommt, die sich am unteren Ende der Zähne (zum Zahnfleisch hin) und unter dem Zahnfleisch zur Tasche erweitern, die von Bakterien geliebt wird.
Die einzige Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen ist das tägliche Benutzen von Zahnseide, möglichst abends - frag beim Zahnarzt . Um zwei Finger wickeln, über dem Zwischenraum straffen und vorsichtig runtedrücken, dann bis unter das Zahnfleisch führen und auf und ab bewegen - jeweils am linken und rechten Zahn und so mit allen Zähnen, auch hinter den letzten Backenzähnen.
Bei sehr engen Zwischenräumen kann die Zahnseide reißen, dann geht Zahnband - ein dünner Streifen, kein Faden. Bei weiten Zwischenräumen hilft dicker Floss oder eine Zwischenraumbürste.
Zusätzlich hilft die Verwendung von 2 Tropfen Salviathymol auf der Zahnbürste (antibakteriell, Pflanzenbasis / mit Salbei und Thymian, hilft auch zum Gurgeln gegen Halsschmerzen)
Und darüberhinaus am besten eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt pro Halbjahr - dabei werden auch offeneliegende Zahnhälse versiegelt.
marina, die ein wenig paranoid um ihre Zahngesundheit besorgt ist
Liebe ist positives Vorurteil
Reden ist Silber - Handeln ist Gold
|