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Verfasst am: 08. 08. 10 [14:59]
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logomania
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 848
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Immer wieder lese ich hier zwischen den Zeilen, dass die Vermutung, hochbegabt zu sein, grob gesagt mehr Angst auslöst als Freude. Meistens scheint es die Angst zu sein, ein Außenseiter zu sein bzw. einer zu werden, wenn das rauskommt.
Ist das nicht merkwürdig? Dabei gilt Intelligenz als solche doch als etwas Erstrebenswertes, sie soll von Kindesbeinen (zusammen mit anderen wichtigen Fähigkeiten) so gut wie es nur geht gefördert werden, und es gibt Bücher und CDs und jede Menge Bemühungen, sie zu fördern. Und da scheint mir manchmal der Hase im Pfeffer zu liegen: Man darf sie fördern, aber nicht einfach so haben. Sie einfach so zu haben, ist nicht toll, sondern scheint den Nichthabenden gegenüber in gewisser Weise unfair zu sein.
Nun muss man ja nicht mit einem IQ-Wert hausieren gehen, aber verdrängen muss man ihn sicherlich auch nicht - schon gar nicht, um jemandes Ego zu schonen. Manchmal fühlt man sich vielleicht veranlasst, seinen Lebensweg nochmal neu zu überdenken, umzuplanen - aber das kann ja nicht schaden.
Angst muss man jedenfalls nicht haben - aber freuen darf man sich gerne!
"Hmm... Difficult. Very difficult. Plenty of courage, I see. Not a bad mind, either. There´s talent, oh my goodness, yes - and a nice thirst to prove yourself, now that´s interesting... So where shall I put you?"
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Verfasst am: 08. 08. 10 [16:39]
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Nickie
Dabei seit: 04.03.2008
Beiträge: 3795
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Das ist einfach der Neidfaktor. Es will auch jeder schön oder reich sein, aber wer es ist, wird öfters angegiftet oder offen abgelehnt.
Und wer schön/klug/reich ist, darf sich auch nicht über irgendwas beschweren, denn er hat hat ja das, was alle wollen und wer dann noch jammert, findet kaum Verständnis.
Wichtig ist, die Gaben, die man hat, zu genießen und sich so gut es geht von solchen negativen Reaktionen abzuschirmen.
*geprüfte Schnuffel*
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Verfasst am: 08. 08. 10 [19:11]
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peter_b
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 3750
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WOW! Nickie. Das ist knackig und (aus meiner Sicht) sehr zutreffend. Ich liebe es, wenn jemand drei Zeilen für Aussagen braucht, die ich sechs Seiten lang nur unvollständig ausdrücken könnte. Respekt!
Nur die kleine Unterscheidung noch: Es ist ein erheblicher Unterschied zwischen dem Verdacht auf HB – den leider viel zu viele Menschen schon als fast-Nachweis behaupten – und dem Wissen darüber.
HB ich einen Verdacht, kann ich mich fürchten, weiß ich um Fakten, muss ich damit umgehen (oder den Umgang lernen).
Die Qualität einer Aussage ist wichtiger als der Status des Aussagenden.
Jede Resonanz auf meinen Auftritt ist berechtigt. Ich habe die Wahl, meinen Auftritt zu ändern, oder mit der Resonanz zu leben.
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Verfasst am: 08. 08. 10 [19:21]
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Nickie
Dabei seit: 04.03.2008
Beiträge: 3795
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Stimmt, der Verdacht ist etwas anderes.
Die Frage ist dann, warum hat man Angst vor dem Ergebnis?
Hat man Angst, man könnte HB sein und muss dem damit verbundenen Erwartungsdruck genügen?
Oder hat man eher Angst, als nicht HB eingestuft zu werden und eine andere, vielleicht weniger schmeichelhafte Erklärung finden zu müssen?
*geprüfte Schnuffel*
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Verfasst am: 08. 08. 10 [19:44]
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anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
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Nickie schrieb:
Oder hat man eher Angst, als nicht HB eingestuft zu werden und eine andere, vielleicht weniger schmeichelhafte Erklärung finden zu müssen?
In so manchen Beiträgen lese ich, dass ein Test mit einem Ergebnis unter 130 dann zwangsläufig zu der Überlegung führen würde, Erklärungen für komplizierte Probleme woanders suchen zu müssen. Dann wird doch lieber kein anerkannter Test gemacht und die Überzeugung, hochbegabt zu sein, weiter in einigen Threads gehegt und gepflegt.
Nach wie vor bin ich immer wieder auf's Neue überrascht, was alles an persönlichen Schwierigkeiten mit Hochbegabung in einen Hut geworfen wird. Und wofür eine vermutete/gefühlte/echte Hochbegabung herhalten muss, um sich selbst nicht verändern zu müssen/wollen/können.
Mir selbst gefällt übrigens der englische Begriff "gifted adult" recht gut. Dort wird Hochbegabung nämlich eher positiv benannt.
Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster.
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Verfasst am: 08. 08. 10 [20:26]
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sandoval
Dabei seit: 29.12.2007
Beiträge: 695
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Ich hatte da gestern ein Gespräch mit didi (oder war es dada).
Hier etwas vorweg (ein kleines outing)
Das ich in einem Test als 15 Jährige einen wert vom 125 erreicht habe also eigentlich nicht wirklich hochbegabt bin sondern nur über dem Durchschnitt liege.
Aber ich denke es ist nicht allein das, ob man in einer Testsituation, die ehe etwas künstliches hat wirklich 130 erreicht. Sondern es ist auch so ein bisschen eine Art wie man Dinge erfasst, wie man die Welt sieht bzw. wahrnimmt.
Und da muss ich sagen fühle ich mich hier am wohlsten. Eure Art mit der Welt umzugehen (ausgenommen von einigen Aspies) sie wahrzunehmen kommt meiner eigene am nächsten.
Und das hier ist das Forum dem ich bis her am treusten bin und das heißt bei mir eine ganze Menge.
Jetzt zum Thema
Das Problem ist tatsächlich die Erwartung anderer ,sagen wir mal ich würde etwas üben und damit meine Prüfungsprobleme überwinden und tatsächlich sogar einen Wert von 130 erreichen (nur mal angenommen ich weiß nicht ob das ginge). Und das auch öffentlich sagen. Würden selbst von meinen (Pflege-)Eltern die Frage kommen: und wie kommt es das Du Dein Studium abgebrochen hast und nur Buchhalter bist, gib nicht so an. (vielleicht nicht ganz so direkt aber in etwa).
Viele verbinden mit HB eine Universale Begabung wie ich sie bei meinem Pflegebruder vermute.
Und da ich den Eindruck habe das sich gerade hier im Forum hauptsächlich Leute treffen die irgendwelche Probleme in ihrer Vita haben.
Ist es klar das sie eine Erklärung dafür suchen.
Und oft ist es ja auch einfacher zu sagen ich bin HB deshalb bin ich anders (es kann hier auch heißen ich habe ADS oder ich bin Aspie, da gibt es nämlich das selbe Phänomen) deshalb kann ich nichts dafür, es sind die Anderen.
Und nun meine ganz persönliche Bewertung meines Problems:
Ich behaupte, das mir meine Begabung geholfen hat zu überleben ohne all zu großen seelischen schaden zu nehmen oder trotzdem so zu werden wie ich bin (weil auch ich habe dunkle Flecken in meiner Vita) , somit ist es eher ein Geschenk als ein Problem.
Obwohl es mich oft ärgert mein Potential nicht wirklich nutzen zu können.(zumindest nicht im herkömmlichen Sinne Produktiv) aber das ist dann ein Job für einen Therapeuten und liegt sicher nicht am IQ
Obwohl mein Kuschelding auch manchmal verwirrt ist, das ich komplexe Logikpuzzle ohne Problem lösen kann aber bei Lebens praktische Dingen oft wie der Ochs vorm Berg stehe.
Lebens praktische "Intelligenz" lässt sich halt nicht messen.
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt"
"Dumm ist, wer dummes tut"
(Forrest Gumps Mutter)
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Verfasst am: 08. 08. 10 [20:37]
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anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
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sandoval schrieb:
Das ich in einem Test als 15 Jährige einen wert vom 125 erreicht habe also eigentlich nicht wirklich hochbegabt bin sondern nur über dem Durchschnitt liege.
Och, Sandoval, du bist mit 125 doch wesentlich näher an der Hochbegabung dran, als an den Werten für normal Begabte. Außerdem lass dir von mir sagen, dass ich bei einem wunderbaren Treffen in Limburg das Gespräch mit dir sehr genossen habe. Deine logische Art zu denken und zu argumentieren hat mir viel gegeben. Es wich so angenehm vom Normalen ab.
Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster.
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Verfasst am: 08. 08. 10 [20:44]
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N.A.
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Es gibt Menschen, welchen Leute tatsächlich seit ihrer Geburt an Außergewöhnliches ansehen, präziser gesagt schon ab der dritten Lebenswoche und das sich weiterhin durch die Bank durchzieht. Wenn sie dann mit 14 Jahren einen IQ-Test antreten sollen, entwickelte da jemand, den ich meine, sehr gut zu kennen, einen rational völlig unerklärlichen Bammel vor dem Test. Es war rein gar nichts zu verlieren, denn die bisherigen Leistungen waren in jeder Hinsicht überragend. Trotzdem war die Angst vor dem IQ-Test eben riesig, als ginge es um die Wurst. Das Ergebnis lag ziemlich über 130. Schildere dies allein zur allgemeinen Beruhigung.
Andererseits bin ich nun lange genug bei Hobee und versuche auch aufgrund Euerer Erfahrungen für mich zusätzliche Erkenntnisse zu finden. HB kann nicht für alles verantwortlich gemacht werden, ist sie doch nur eine Facette unserer gesamten Persönlichkeit, die von sehr vielen Faktoren bestimmt wurde.
Als anders empfinde ich grundsätzlich jeden Menschen. Manchmal ist das Anderssein so stark, dass es im Denken permanente Brüche gibt, die mit HB eindeutig nichts mehr zu tun haben. Darin hat das Forum durchaus Probleme mit dem Umgang, wofür ich übrigens auch kein Patentrezept habe. Einen anderen Weg, als Fachleute aufzusuchen, kenne ich da leider auch nicht.
Für mich ist es in erster Linie wichtig, dass der Mensch so weit möglich
glücklich wird. Festgestellte HB bietet dafür keinen Garant, wie Normalbegabte ein durchaus zufriedenes und glückliches Leben führen.
Langer Rede kurzer Sinn: schließe mich Anouk an.
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Verfasst am: 08. 08. 10 [21:04]
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anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
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natura schrieb:
Es gibt Menschen, welchen Leute tatsächlich seit ihrer Geburt an Außergewöhnliches ansehen, präziser gesagt schon ab der dritten Lebenswoche und das sich weiterhin durch die Bank durchzieht. Wenn sie dann mit 14 Jahren einen IQ-Test antreten sollen, entwickelte da jemand, den ich meine, sehr gut zu kennen, einen rational völlig unerklärlichen Bammel vor dem Test. Es war rein gar nichts zu verlieren, denn die bisherigen Leistungen waren in jeder Hinsicht überragend. Trotzdem war die Angst vor dem IQ-Test eben riesig, als ginge es um die Wurst. Das Ergebnis lag ziemlich über 130. Schildere dies allein zur allgemeinen Beruhigung.
Wahrscheinlich war da die irrationale Angst, im entscheidenden Moment zu versagen, vorherrschend. Was bislang vielleicht eher spielerisch und ohne allzu großem Aufwand gelang, wurde nun "auf Herz und Nieren" geprüft. Verständlich, dass dann Herzklopfen und diffuse Panikgefühle aufkommen.
Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster.
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Verfasst am: 08. 08. 10 [21:09]
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Nicki999 (gelöscht)
Dabei seit: 18.06.2010
Beiträge: 473
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HB kann nicht für alles verantwortlich gemacht werden, ist sie doch nur eine Facette unserer gesamten Persönlichkeit, die von sehr vielen Faktoren bestimmt wurde.
Dem stimme ich zu.
Allein die Feststellung via Testung, dass eine Person hochbegabt ist, macht ihn noch nicht zu einem Menschen, der auch liebenswert ist. Da gehören noch wesentlich mehr Kriterien dazu.
Im Bemühen, aus Anlagen und Gaben entsprechend gegebener Möglichkeit das Beste zu machen, darin unterscheiden sich meiner Ansicht nach die Menschen. Und genau darin sind alle "anders". Auch die HB untereinander.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.2010 um 21:10.]
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Verfasst am: 08. 08. 10 [21:21]
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stern2null3
Dabei seit: 22.12.2007
Beiträge: 5709
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@Nickie999: Bist Du jetzt noch beim Thema? Es ging nrigendwo darum, wie liebenswert jemand ist und wie sehr diese Liebenswertigkeit mit dem IQ korreliert. Natürlich hat das nichts miteinander zu tun.
Ich weiß nicht, ob es Leute gibt, die wirklich angst davor haben, hochbegabt zu sein. Es gibt viele, die Angst vor dem Test haben, aber doch eher weil diejenigen Angst haben, dass Hochbegabung nicht die Erklärung für ihre Probleme ist (wenn das Ergebnis nämlich keine Hochbegabung anzeigt).
Und es gibt Leute, die Angst haben, ihrem Umfeld frei heraus zu sagen, dass sie hochbegabt sind. Ich meine nicht, dass sie nicht damit hausieren gehen – sowas ist natürlich unnötig. Ich meine, es auch auf Nachfragen zu verheimlichen. Wer von Euch Hochbegabten erzählt denn seinem Umfeld ehrlich wo er war, wenn er auf einem HOBEE Treffen war? Oder dass er gerade ein HB Buch liest. Oder jemanden von Mensa her kennt?
- weg -
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Verfasst am: 08. 08. 10 [21:40]
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sandoval
Dabei seit: 29.12.2007
Beiträge: 695
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Hier eine kurze Anekdote zu verblüfften Reaktionen von Mitmenschen auf HB Eigenschaften.
Auf einer Veranstaltung bei uns im Museum.
Es ging um Geld, Wirtschaft, Wachstum und soziale Gerechtigkeit.
Ich outete mich damit das ich vor ca 25 Jahren das Buch "Friedlich in die Katastrophe" gelesen habe zumindest teilweise. Die Quintessenz sei ja damals schon gewesen es gibt kein unendliches Wachstum. Das Buch war ein muss für alle Linke in der Zeit, ich vermute meine Abteilungsleiterin, die gut 10 Jahre älter ist, kannte es.
Die Mitarbeiter des Museums die dabei waren und mein Alter mit 40 kannten reagierte eher ungläubig und irritiert (nun ich war damals knapp 15. Jahre).
Es entsprach aber der Wahrheit.
Wie würden die auf meine Aktivitäten Hobee reagieren
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt"
"Dumm ist, wer dummes tut"
(Forrest Gumps Mutter)
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Verfasst am: 08. 08. 10 [22:29]
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Nicki999 (gelöscht)
Dabei seit: 18.06.2010
Beiträge: 473
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@Nickie999: Bist Du jetzt noch beim Thema?
Ich denke schon. Ich bezog mich auf das Anderssein und mit Bezug zum betreffenden Zitat zum Thema.
Ich habe mich zum Psychologen begeben, um eine Erklärung dafür zu finden, was ich an dieser Stelle sicher nicht zu schreiben brauche. Ich gehe davon aus, dass die Erklärungssuche Triebfeder für alle Testungen ist.
Bei mir stellte sich HB heraus, aber ich habe jetzt begriffen, dass die HB nicht allein die Grundlage für das Anderssein bzw. sich anders fühlen sein kann. Und weshalb schrieb ich in der vorherigen Post.
Es schürt sich also eine Hoffnung vor dem Test, nämlich eine wirkliche Erklärung zu finden. Als Ansatz für so vieles. Wo eine Hoffnung ist, ist immer auch Angst, dass sich diese nicht erfüllt. Dass es eben nicht alles erklärt.
Vielleicht darum auch die anfängliche Euphorie, wenn der Test es bestätigt hatte. "Jetzt ist sie da..." - nein, sie ist nicht da. Zumindest war sie es nicht bei mir, für andere vielleicht schon. Kommt eben auf alles an, wie sie das sehen wird, eben auf die gesamte Persönlichkeit. Diese bunte Palette, die es "drinnen" wie "draußen" gibt. Egal ob mit HB oder nicht.
Meine zeitweilige Angst vor einem "endgültigen Ergebnis" war demnach die, dass sich die (damaligen) Hoffnungen auf Erklärung zerschlagen. Aber dass ich sie hatte, hat sich erst jetzt herausstellen können, danach. Vielleicht tragen viele eine solche "Vorahnung" in sich, dass genau das eintreten könnte? Dann doch besser nicht genau wissen und weiter hoffen können.
Eine "Erklärung" habe ich dadurch allerdings trotzdem gefunden. Nämlich die, dass der Mensch eben etwas sehr Komplexes ist und aus allem zusammen besteht. Die HB ist nur ein Teil von mir, so wie nur ein Teil von anderen HB. Und NB demnach auch nur einer von den NB. Man braucht keine Angst zu haben. Aber erklärlich ist sie für mich schon, ganz nomal halt.
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Verfasst am: 08. 08. 10 [23:01]
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logomania
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 848
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Ich habe den Verdacht, dass Hbs (oder potenzielle Hbs) sich wegen ihrer (vermuteten) Hb nur deswegen schlecht fühlen oder Angst haben, wenn bzw. weil die Umgebung diese Angst tatsächlich schürt. Sehr oft darf man nicht anders sein oder gar "besser", ohne dass ein Grund gesucht wird, diese im Grunde positive Besonderheit herab zu setzen, um wieder ein vermeintliches Gleichgewicht herzustellen.
Diese Angst betrifft wahrscheinlich überwiegend Späterkannte. Ich habe jedenfalls als Kind gelernt, dass meine Schnelligkeit, Auffassungsgabe, Lernwillen, Hinterfragen usw in der Familie als störend und ärgerlich aufgefasst wurden. Also unterdrückte ich das, und später, als es wieder raus sollte, kam eine gewisse Angst auf, ob ich das überhaupt darf. Ich für meinen Teil habe diese Angst inzwischen überwunden, andere arbeiten vielleicht noch an sich. Noch andere haben das Glück, in einer Umgebung aufzuwachsen, wo diese Eigenschaften positiv angenommen werden - die brauchen gar keine Angst zu entwickeln.
Ein anderer Punkt ist das, was hier auch angesprochen wurde: die Hoffnung, dass eine Hb - ähnlich wie eine Krankheit - soziale oder persönliche Probleme erklärt. Da glaube ich allerdings, dass ein entspannter Umgang mit Hb keine Probleme macht, und dass man das lernen kann.
Aber das sind alles Prozesse, die ihre Zeit brauchen. Einige von uns haben diese Prozesse durchlaufen und können das jetzt ganz locker sehen (und anderen dabei helfen, das auch zu tun).
Dann, wenn das Thema Hb mal langweilig wird, hat mans geschafft!
"Hmm... Difficult. Very difficult. Plenty of courage, I see. Not a bad mind, either. There´s talent, oh my goodness, yes - and a nice thirst to prove yourself, now that´s interesting... So where shall I put you?"
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Verfasst am: 09. 08. 10 [00:03]
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oesb
Dabei seit: 05.01.2008
Beiträge: 1390
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Logo schreib bei Eröffunung dieses Fadens:
Immer wieder lese ich hier zwischen den Zeilen, dass die Vermutung, hochbegabt zu sein, grob gesagt mehr Angst auslöst als Freude. Meistens scheint es die Angst zu sein, ein Außenseiter zu sein bzw. einer zu werden, wenn das rauskommt.
Und genau diese Angst verstehe ich nicht. Es ist doch so, ein IQ Test stellt nur etwas fest was ich schon immer habe, wie kann ich also nach dem Test durch den Test zum Alien werden? Denn ich war/bin doch schon immer so!
Ein Test ändert für meine Umwelt erst einmal gar nichts, nur wenn ich darüber rede, ja und dann doch eigentlich auch nichts nur das Andere davon wissen und hier kommt das eigentliche Problem, wie gehen die damit um.
Ein Test ändert für mich eigentlich auch nichts, nur das er vielleicht einige Erklärungen zu meinem Lebenslauf liefert. Mir persönlich bringt er Erkenntnisse. Ich habe einige Zeit gebraucht um mich nach dem Test neu zu sortieren, beim Sortieren habe ich mit einem Mal viele Dinge aus meiner Vergangenheit neu verstanden und in ein anderes Licht rücken können.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.2010 um 00:04.]
LG Oesb
*Bitte beachtet die Termine für den HB Stammtisch, den HB Stammtisch für Heranwachsende und den HB Stammtisch für Eltern mit HB Kindern in Hannover! Jeweils der erste Sonntag im ungeraden Monat!*
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