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HB - Testen lassen oder nicht

Autor Nachricht
Verfasst am: 31. 05. 10 [12:10]
Athas
Themenersteller
Dabei seit: 06.05.2009
Beiträge: 227
Als ich vor ca. einem Jahr hier Mitglied wurde, war ich nicht auf Hochbegabung getestet worden, sondern hatte nur den starken Eindruck, dass ich es sein muss - der sich verstärkt hat. nach wie vor ist es aber nocht nicht "offiziell", d. h. ich habe mich nach wie vor nicht testen lassen.

Vor einem Jahr machte ich viele Veränderungen durch, begann mich selbst wieder zu akzeptieren so wie ich bin - anders eben, schon immer gewesen (meine Therapeutin hielt eine HB vor Jahren für wahrscheinlich und wollte mich damals testen lassen, zu dem Zeitpunkt wollte ich s jedoch nicht). Einerseits war es eine Erleichterung, mich nicht mehr verstellen zu müssen. Andererseits war es schrecklich, dass ich vor mir selbst endgültig zugeben musste, dass ich anders bin und es wurde zu, wie man im Englischen sagt, "a big deal". Für mich war das ziemlich bedrückend weil ich mich damit auch irgendwie wie ein Freak fühlte. Nicht, dass ich alle anderen hier als "Freaks" sehen würde, aber ich war es schon immer, auch in der Schule, wo man mich schließlich in die Schublade der psychisch Kranken schob, was zu einer Art "self-fulfilling prophecy" wurde. Heute bin ich gesund und "funktioniere" wieder gut, besser als seit langem. Innderhalb des letzten Jahres habe ich mich auch mit der HB abgefunden und verstanden, dass das keine große Sache sein muss, nicht etwas, wie eine tödliche Krankheit die man als großes Geheimnis mit sich herumträgt.

Testen lassen habe ich mich jedoch nach wie vor nicht und will ich eigentlich auch nicht, weil ich befürchte, dass das in jedem Fall negative Folgen haben wird. Angenommen, dass Ergebnis liegt drunter - sicher nicht weit, aber was, wenn es bei 124 oder 125 liegt? Dann werde ich meine komplette Person wieder hinterfragen, mich für arrogant halten, dass ich eine HB überhaupt annehmen konnte.

Stellt der Test jedoch eine Hoch-/Höchstbegabung fest, fürchte ich, dass das ebenso negative Folden haben und ich mich doch wieder irgendwie als "diagnostizierter Freak" fühlen könnte. Gerade ist HB nicht mehr so eine große Sache und ich kann mich akzeptieren wie ich bin und einfach ich sein. Ich habe Angst davor, die neugewonnene Stabilität wieder zu verlieren.

Surprised by Joy!
Verfasst am: 31. 05. 10 [15:16]
potdian
Dabei seit: 29.05.2010
Beiträge: 31
Athas schrieb:

Ich habe Angst davor, die neugewonnene Stabilität wieder zu verlieren.


Die wirst Du so und so erst einmal verlieren. Läßt Du Dich nicht testen, wirst Du ewig zweifeln. Läßt Du Dich testen, mußt Du auch mit dem Ergebnis leben.

Ich verstehe sehr wohl was es für Dich bedeutet. Bei mir kam es eher zufällig raus und in meiner Entwicklung eigentlich sehr früh. Zuerst wußte ich nicht wie damit umzugehen. Zuerst habe ich angefangen damit anzugeben icon_smile.gif Das war aber auch nicht der Weißheit letzter Schuß und ich mußte schauen wie ich mit meiner HB umgehe.

Irgendwann habe ich mir gewünscht einfach nur "normal" zu sein, denn es war einfach furchtbar anstrengend sich zum einen laufend mit irgendwas auseinander zu setzen, andere seits aber trotzdem furchtbar verwirrt zu sein. Das kam eben von dem "anders" sein, also dem Alien in mir.

Letztendlich hilft Dir, IMHO, eigentlich nur das Du Dich akzeptierst wie Du bist. Ob mit HB oder ohne, Du bist was Du bist und da führt kein Weg daran vorbei!

Ich bin mir auch vollkommen sicher das das was Du bist genau so wie es ist vollkommen in Ordnung und sehr gut ist. Und genau das ist es was Du auch begreifen mußt (sollst).

Und das Beste dabei: Dein Gehirn, d.h. Deine kognitiven Fähigkeiten helfen Dir dabei nicht einmal wirklich. Denn Du mußt Dich einfach fühlen und der Rest kommt dann sozusagen als Dreingabe nach icon_smile.gif

potdian
Verfasst am: 31. 05. 10 [17:58]
Tyria
Dabei seit: 23.05.2009
Beiträge: 29
Athas schrieb:
Angenommen, dass Ergebnis liegt drunter - sicher nicht weit, aber was, wenn es bei 124 oder 125 liegt? Dann werde ich meine komplette Person wieder hinterfragen, mich für arrogant halten, dass ich eine HB überhaupt annehmen konnte.

Warum? Ich denke, der Übergang ist eher fließend, d.h. auch Menschen mit einem IQ von 125 - was im übrigen immer noch sehr beachtlich ist, immerhin besser als 95% der Bevölkerung, wenn ich mich nicht irre - fühlen sich teilweise schon "anders". Wäre sehr seltsam, wenn ab genau 130 sämtliche "Probleme" erst anfangen würden.

"Ich billige es nicht, dass man sich zu täuschen versucht, indem man sich falschen Einbildungen hingibt. Weil ich sehe, dass es vollkommener ist, die Wahrheit zu kennen, als sie nicht zu kennen, und selbst wenn sie uns zum Nachteil gereichte, gestehe ich offen, dass es besser ist, etwas weniger fröhlich zu sein, dafür aber mehr zu wissen."

Quelle: Descartes, zit. nach Bourdieu
Verfasst am: 31. 05. 10 [18:06]
anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
@Athas,

wenn du dich selbst annehmen kannst, wie du bist, dann ist die Frage nach einem Test doch eher zweitrangig. Solange du unsicher oder vielleicht sogar von Ängsten geplagt bist wegen eines Tests, solltest du erstmal überlegen, was dir im Moment gut tun würde.

Irgendwann wird sicherlich eine freiere Entscheidung (pro oder contra Test) in dir reifen. So ein Test hat doch keine Beine und läuft dir jetzt davon! icon_wink.gif

Außerdem kann eine heutige Entscheidung gegen den Test jederzeit von dir selbst widerrufen werden. Niemand zwingt dich, an dieser Einstellung bis in alle Zeiten fest zu halten. Vielleicht hast du eines Tages den dringenden Wunsch, dich doch testen zu lassen. Wer weiß? icon_smile.gif

Genieße deine neu gewonnene Stabilität und festige sie. Ich wünsche dir dabei gutes Gelingen!

Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster. http://s2.rimg.info/8aad7be95ef1530cba1d004358238412.gif
Verfasst am: 06. 06. 10 [23:37]
Nyka
Dabei seit: 18.08.2009
Beiträge: 37
Das ist ein interessantes Problem, vor dem ich gerade auch stehe. Ich habe inzwischen einen Termin für die Diagnostik gemacht, weil ich endlich Nägel mit Köpfen machen wollte, aber ich kämpfe immernoch mit mir. Was, wenn nicht das raus kommt, was ich denke, bzw. manchmal auch weit von mir weise, was, wenn es "nur" überdurchschnittlich und nicht hb ist, habe ich dann die ersehnte Rechtfertigung dafür, zu sein, wie ich bin, was soll ich dann davon halten, dann müßten meine Probleme ja doch an was anderem liegen, vielleicht liegen sie dann doch an mir? Denn wenn man davon ausgeht, dass sich viele Probleme lösen, wenn man Gleichdenkende und -fühlende trifft, und angenommen, es wären so 125 Punkte, da hätte ich dann doch an der Uni genug Leute treffen können, und es hätte sich was lösen müssen.
Auf irgendeine Weise war Intelligenz aber immer ein Thema, egal ob ich mich jetzt besonders dumm gefühlt habe oder ein Lehrer was von hochintelligent und Klasse überspringen erzählt hat - was ich lächerlich fand - und nachdem ich jetzt durch einen Mitbewohner wieder drauf gekommen bin, werde ich diesen Test machen, auch wenn ich nicht glaube, dass er was herausfinden wird. Dazu mache ich mir schon so lang Gedanken...
Was glaubst du denn, was sich für dich ändern würde durch einen Test - ob er jetzt so ausfällt wie du es dir wünschen würdest oder nicht?
LG Nyka

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.2010 um 23:38.]
Verfasst am: 06. 06. 10 [23:49]
Athas
Themenersteller
Dabei seit: 06.05.2009
Beiträge: 227
Tyria schrieb:
Warum? Ich denke, der Übergang ist eher fließend, d.h. auch Menschen mit einem IQ von 125 - was im übrigen immer noch sehr beachtlich ist, immerhin besser als 95% der Bevölkerung, wenn ich mich nicht irre - fühlen sich teilweise schon "anders". Wäre sehr seltsam, wenn ab genau 130 sämtliche "Probleme" erst anfangen würden.


Der Unterschied wäre, dass ich in meinem zur Zeit noch recht extremen Perfektionismus enttäuscht würde. Den habe ich oft noch selbst bei Dingen, die ich nicht wirklich beeinflussen kann. Ich würde mich vermutlich vor dem Test auch so verrückt machen, dass er dann ohnehin schlechter ausfiele. Ein gewisses Maß an "Prüfungsangst" ist ja normal, aber momentan glaube ich, dass ich vor Angst total durchdrehen würde. Das ist dann ohnehin schon keine gute Voraussetzung.
@Nyka: Was sich durch den Test ändern würde wäre, dass ich mich wieder darüber definieren würde, deshalb will ich es erst mal nicht wissen. Es hat lange gedauert, bis meine Persönlichkeit so weit stabilisiert hat, aber es kann immer noch oft passieren, dass ich durch Kleinigkeiten unsicher werde. Jetzt gerade ist mir die Hb relativ egal und ich bin einfach nur ich, eine Person die sehr neugierig ist und schnell Schlüsse zieht, gerne lernt und heftige Diskussionen mit den Professoren an der Uni führt. Damit bin ich zwar anders, aber nicht verrückt oder krank. Ich hatte lange Zeit über ein paar Diagnosen die ich nun los bin und ich will nicht wieder eine, denn jetzt gerade bin ich nur ich.

Später einmal wird sich das sicher ändern, aber es ist jetzt erst etwa ein jahr her, dass ich begann, vieles zu verstehen und es dauerte so lange, wiedr innere Ruhe zu finden.

Surprised by Joy!
Verfasst am: 04. 07. 10 [11:10]
silv
Dabei seit: 03.07.2010
Beiträge: 1393
Seit einem Jahr weiss ich durch mich selbst dass ich hochbegabt bin, Andrea Brackmann und andere Autoren sei Dank. Das setzte mich zuerst unter Druck, weil ich glaubte mir selbst und anderen beweisen zu müssen, dass ich mehr drauf hab, bis ich begriff: ich muss vor allem eins, mir selbst gut tun und überhaupt nicht schaden, denn zum zu hohen Blutdriúck habe ich es mittlerweile schon geschafft. (Ich will alles tun um da wieder runter zu kommen, falls es noch möglich ist).
Wollte einen Test machen, aber nach 10 Jahre bewusstem iq runterschrauben - um endlich einfach und normal wie andere zu sein, können kein gutes Ergebnis hervorrufen, zumal ich insbesondere davon die analytisch, logisch, abstrakten rechnerischen etc Fähigkeiten bewusst runterschraubte, um emotionale hervorzuheben und um sozialfähig zu werden. Einiges hatte geklappt, aber zum Schluss lief es jetzt doch drauf raus, dass ich mir selbst ehrlich gegenüber sein muss und mein anders sein auch akzeptieren muss sonst würde ich ewig unglücklich sein.
Aus einer Normalo-Familie stammend, die null Bildungsbezüge hat und auch keinen Drang danach hat es mir meinem Leben von Kind auf doppelt schwer gemacht.
Würde ich einen Test machen, dann nach einer gewissen Vorbereitung. Ein Stipendium für ein Studium zu bekommen, sollte ich je mal noch das Abi nachholen, spielt da auch mit eine Rolle. Aber ansonsten weiss ich es ich bin hochbegabt und ich stehe dazu und ich will jetzt auch dazu stehen nur muss ich mir Hilfe und Unterstützung und Freunde im Alltag suchen , die das auch tun, vor allem brauche ich den richtigen Job und einen Partner. Was bei anderen im vorbeigehen passiert, ist bei mir leider nicht so.
Tests stehe ich allerdings auch skeptisch gegenüber, weil z.B.in meinem Fall, Bruchrechnen habe ich mir vor 2 Jahren selbst beigebracht, wo ich in Mathe bis dato immer auf 6 stand. und dann ne Steuerfachangestellten-Prüfung wo ich mir dann die anderen Grundsachen noch beigebracht habe. Die werden allerdings bei solchen Tests ja vorausgesetzt. Aus den genannten Gründen konnte ich aber viele Grundthemen aus der Schule nicht mitnehmen, dann irgendwann mein eigenes b e w u s s t e s runterschrauben der iq-Fähigkeiten und mein komisch sein, sprich allem Möglichen gegenüber empfänglich zu sein und mich zu interessieren -da hätten keine HB - Ergebnisse rauskommen können aber irgendwann mache ich einen - irgendwann vielleicht

Es war Sommer.




Und ich war achtzehn.
Verfasst am: 04. 07. 10 [11:28]
anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
Oh, das würde mich mal mächtig interessieren, wie man seinen IQ herunterschrauben kann!

Sich anderen gegenüber dumm stellen ist nämlich etwas völlig anderes. Es ändert nichts an deinem IQ. Wenn du dauerhaft unter irgendwelchen Drogen stehen würdest oder einen schweren Unfall gehabt hättest, könnten sich dein Gehirn und dessen Leistung schon verändern. Das könnte bei einem Test sicher den Wert nach unten drücken. Doch wenn du tatsächlich hochbegabt bist, dann bist du es dein Leben lang.

Für die allermeisten Stipendien benötigst du ein richtig gutes Abitur mit einem entsprechenden Schnitt (Eins Komma irgendwas). Ein hohes IQ-Testergebnis hilft dir dabei nichts, denn ein Stipendiumgeber schaut zunächst einmal auf sehr gute Noten. Bei einem eher mittelmäßigen Abitur wird die Hochbegabung ebenfalls nicht berücksichtigt. Zusätzliche Entscheidungsfaktoren sind beispielsweise zielgerichtetes Lernverhalten, soziales und gesellschaftliches Engagement.

Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster. http://s2.rimg.info/8aad7be95ef1530cba1d004358238412.gif
Verfasst am: 04. 07. 10 [11:32]
herz_aus_stahl
Dabei seit: 31.12.2007
Beiträge: 2284
Ich kann mich leider nicht mal blöd saufen. IQ runterschrauben geht nicht wirklich, nur halt mit den grenzen der anderen leben lernen, wobei die ja auch sehr variabel sind.

Aber das Problem wird hier auch mehreren bekannt sein.

http://www.smilies.4-user.de/include/YouSmileys/wappen-smileys-Hamburg.gif♪♫http://www.smilies.4-user.de/include/Verkleidet/smilie_verkl_012.gif Daß eine Aussage polemisch oder verletzend formuliert ist, entzieht sie nicht schon dem Schutzbereich des Grundrechts [auf Meinungsfreiheit] (vgl. BVerfGE 54,129[138 f.]; 61,1[7 f.]) 奥利弗
Verfasst am: 04. 07. 10 [11:52]
silv
Dabei seit: 03.07.2010
Beiträge: 1393
Also bei mir war das so, dass ich mich aufgeteilt habe. War ich allein, waren alle Gefühle und nur meine Gefühle absolut und komplett relevant. Um den Iq auszuschalten - wie ich es nenne - habe ich auf alles verzichtet, was meine Gedanken motivieren könnte , ich hatte keine Radio kein Fernseher und schaute ich was an oder hörte ich dann nur seicht Unterhaltsames fürs schöne Gefühl oder Musik. Keine Bücher, keine Sprachen - ich spreche drei Sprachen und bin am Spanischen dran und ständig an anderen Sprachen interessiert eben alles um rein nur emotional zu sein - wie die anderen -

Und wie die anderen ließ ich sehr oft Sätze einfließen wie puh das weiss ich n´jetzt nicht mehr, du keine Ahnung mehr usw obwohl ich alles wie auf einer Liste geschrieben in meinen Gedanken hatte.

Ich beschränkte mich auf Pflichtsachen Ämter und Papierkram und wurde perfekt dadrin.

Tja HB ist man immer ok, aber ich habe es bewusst brachliegen lassen und es hat mir auch was gebracht und viele Knoten gelöst aber sehr viel weiter bin ich leider noch nicht gekommen grad was Partnerschaft betrifft und so oder in einem Beruf wirklich mal dauerfaht zu bleiben ohne gleich wieder gemobbt da als überehrgeizig vermutet werde

Es war Sommer.




Und ich war achtzehn.
Verfasst am: 04. 07. 10 [12:32]
peter_b
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 3750
silv schrieb:
Seit einem Jahr weiss ich durch mich selbst dass ich hochbegabt bin, Andrea Brackmann und andere Autoren sei Dank.

Das spricht dafür, dass du sehr selektiv verinnerlicht haben könntest, was Brackmann und andere Autoren über Eigenschaften hochbegabter Menschen schreiben.

Das Hinterfragen aller möglichen Theorien, auch der eigenen, gehört m.E. dazu. Bei aller Test-Skepsis gibt es nur eine anerkannte und wertige Möglichkeit, Hochbegabung zu belegen – anerkannte IQ-Tests.

Sich nach Buchlektüre mit passenden Akteuren zu identifizieren, passiert immer wieder mal, aber Phantasie sollte von der Realität abgegrenzt bleiben und real wird nur belegbares. Die Ansicht, über eigene HB zu wissen, spricht bei allem Respekt – wie ich deine bisherigen Einlassungen lese – eher dafür, sich eine nette Schublade ausgesucht zu haben und es sich in dieser bequem zu machen. In die gleiche Kerbe passen Aussagen wie: "in diesem oder jenem Bereich würde ich momentan sicher zu niedrige Werte erreichen, weil …" Das scheint aus Unsicherheit geboren.

Willst du diese Unsicherheit leben, ist das ebenso okay wie wenn du Sicherheit möchtest. Sicherheit in Bezug auf Hochbegabung erlangst du durch einen Test. Die Lektüre von Büchern kann Perspektiven eröffnen, die Verifizierung derselben durch eigenes Empfinden ist mir persönlich zu wenig.

Ob du die 130-er-Marke zu knacken im Stande bist, wird wohl weiterhin offen bleiben und spielt für dieses Forum höchstens eine Nebenrolle. Sie ist aber das einzige Kriterium für Hochbegabung, welches anerkannt werden muss. Wenn ich die posts der weitaus meisten user dieses Forums richtig beurteile, ist diese Marke in Bezug auf die Verteilung von Sympathien absolut unerheblich.

Die Qualität einer Aussage ist wichtiger als der Status des Aussagenden.

Jede Resonanz auf meinen Auftritt ist berechtigt. Ich habe die Wahl, meinen Auftritt zu ändern, oder mit der Resonanz zu leben.
Verfasst am: 04. 07. 10 [12:43]
silv
Dabei seit: 03.07.2010
Beiträge: 1393
Hallo Peter, danke für deine Antwort, ich habe noch im Thema Reiszüberflutung was geschrieben, würde mich freuen, wenn ich da noch deine Meinung erhalten könnte.

Im übrigen habe ich einen iq-online-Test mal geamcht und da wurden Physik und Mathe-Themen abgefragt und die Physik konnte ich nur beantworten weil ich in der Zeit kurz auf dem Abendgymnasium war. Ansonsten hätte ich es nicht beantworten können und hätte zu einem schlechteren Ergebnis geführt.


Es war Sommer.




Und ich war achtzehn.
Verfasst am: 04. 07. 10 [14:01]
anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
Ich kann mich Peter nur anschließen.

Ergänzen möchte ich, das Online-Tests nur unter starkem Vorbehalt zu betrachten sind. Ganz wenige dieser Tests geben echte Anhaltspunkte.

Wenn ein Test sich sehr einseitig auf bestimmte Bereiche fixiert, halte ich ihn für kaum aussagekräftig genug, um einer vorhandenen Hochbegabung gerecht zu werden. In anerkannten Tests werden mehrere Bereiche angesprochen und liefern somit ein umfassenderes Bild. Eine zusätzliche Auswertung zeigt, wo die persönlichen Schwerpunkte liegen.

Die Gesamtpunktzahl aller Bereiche ergibt den Wert, nicht ein paar Rechenaufgaben. Ich weiss auch nicht, warum sich immer wieder an einem Teilbereich so festgebissen wird. Wer tatsächlich hochbegabt ist, wird seinen IQ-Wert nicht durch diesen Teilbereich extrem nach unten verändern.

Außerdem ist es sehr spannend, seine eigentlichen Fähigkeiten entdecken zu können. Da geht in so manch einer Pupille ein strahlendes Licht auf. icon_wink.gif

Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster. http://s2.rimg.info/8aad7be95ef1530cba1d004358238412.gif
Verfasst am: 04. 07. 10 [14:08]
peter_b
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 3750
Online-Tests sind meist irgendwelche Spielereien oder von Leuten erdacht, die Wissen/Bildung mit Intelligenz verwechseln, sie machen manchmal nur für Leute Sinn, die eine Menge gepaukt haben. Wer lange genug recherchiert, findet sicher einen passend zugeschnittenen online-Test, nur fällt es schwer, das ernst zu nehmen.

In dem, von mir absolvierten Test der Mensa und allen anerkannten Tests, die ich bisher machte, waren die Lösungen für alle mathematischen Fragen mit den vier Grundrechnungsarten zu finden. Die räumlich-visuellen Teile sind ebenso logisch aufgebaut, die verbalen Teile sind vielleicht eher angreifbar, aber m.E. lassen sich die richtigen Lösungen nachvollziehbar erklären. Bleibt der Gedächtnisteil, bei diesem liegt auf der Hand, wie viel richtig gelöst wurde.

Das war's dann auch schon. Was hindert, alle Fragen richtig zu lösen, dürfte vorrangig der Zeitfaktor sein.

Die Qualität einer Aussage ist wichtiger als der Status des Aussagenden.

Jede Resonanz auf meinen Auftritt ist berechtigt. Ich habe die Wahl, meinen Auftritt zu ändern, oder mit der Resonanz zu leben.
Verfasst am: 04. 07. 10 [14:20]
anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
@Peter,

vielleicht sollten wir mal ein "Kleines Handbuch für HB-Neulinge" entwickeln? Du darfst auch das eine oder andere Tierfoto darin unterbringen. icon_cheesygrin.gif

Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster. http://s2.rimg.info/8aad7be95ef1530cba1d004358238412.gif