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homeschooling
| Autor | Nachricht |
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Verfasst am: 08. 02. 10 [11:47]
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mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7021
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Endlich ist der Groschen gefallen ... Wie genau liest Du Postings? |
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Verfasst am: 08. 02. 10 [13:01]
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Nickie
Themenersteller
Dabei seit: 04.03.2008
Beiträge: 3795
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Du hast nirgendwo geschrieben, dass sie nicht benotet werden - auf so eine absurde Idee bin ich gar nicht gekommen. *geprüfte Schnuffel*
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Verfasst am: 08. 02. 10 [14:41]
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mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7021
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Dreimal keine Hausaufgaben = 6 - für alle anderen, die die HA haben, passiert weiter nichts (keine explizite Note). Es kommt vor, dass HA auch mal separat benotet werden, aber das ist die Ausnahme. Und das ist es, was mich ärgert - Du kannst fachlich 1a sein, den Stoff zu 100% beherrschen - und doch durch einige Male keine HA zu haben Dich voll reinreiten ... das halte ich für arg grenzwertig. |
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Verfasst am: 08. 02. 10 [19:05]
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Nase
Dabei seit: 24.12.2007
Beiträge: 311
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Kurz zum Thema: Ich finde Heimunterricht grundsätzlich falsch. Gründe in Stichpunkten: - Sozialverhalten - Fehlwissen der Eltern - neue Erkenntnisse, die Eltern unbekannt sind Ih finde aber das Außenvor-Halten der Eltern in vielen Schulen auch falsch. Es wäre sicher nicht schlecht Eltern mehr in die Bildung ihrer Kinder mit einzubeziehen. Und jetzt zu dem Zeugnis Ich sage: Er hats ja gar nicht anders verdient *duck* Es ist trotzdem nicht richtig, wie die Lehrkräfte damit umgegangen sind. Bei der dritten vergessenen Hausaufgabe in kurzer Zeit müssen die Eltern kontaktiert werden, insbesondere, wenn es sich nicht nur auf ein Fach bezieht. Was ich herausgelesen habe, und nach viel Interpretationsarbeit, die vielleicht falsch war: Er hätte überall 5-en, wenn es in den anderen Fächern auch regelmäßig Hausaufgaben gäbe? Fünf Fächer mit so vielen Hausaufgaben, dass die 5-er das Zeugnis beherrschen, müssen schon Hauptfächer sein. In Nebenfächern gibt es selten Hausaufgaben, noch seltener Kontrollen. Ich verstehe, was dich stört, mamü. Aber die Kopfnote ist Schülern total egal. Wenn da steht: "XY war höflich, aufmerksam, aber hat seine Hausaufgaben nicht erledigt, " juckt das einfach nicht. Höchstens im Abschlusszeugnis. Da ist der Punkt: Man kann wegen der Kopfnote auch nicht durchfallen, ist aber, wenn man nicht reif genug für die nächste Klassenstufe ist, wahrscheinlich nicht im Stande, das nächste Jahr zu bestehen. Ich habe nur Mathe-Hausaufgaben zu Hause gemacht, den Rest in Pausen, Auf dem Schul- / Heimweg, oder im Unterricht. Wenn mir langweilig war, (nur Sport oder Kochsendungen im Fernsehen) habe ich weitergerechnet, bis mir der Stoff zu hoch war. Schon hatte ich alle möglichen Lösungen der Marhe-Hausaufgaben für 2-3 Wochen. Sinn darin hab ich nicht wirklich gesehen, ich konnta ja den Stoff. Bei mir wurde übrigens auch bei der dritten nicht gemachten HA eine 6 eingetragen, man konnte sie streichen/verbessern durch Nachsitzen oder Referat. Aber nicht auf Anweisung des Lehrers, sondern auf eigenes Nachfragen! Ich habe damals gelernt, dass ICH verantwortlich für meine Bildung und meine Noten bin. Und wer das nicht verstanden hat, schafft die elfte Klasse nicht. Mamü, ich würde mich an deiner Stelle nicht weniger ärgern. Allerdings würde ich mir an deiner Stelle auch noch einmal überlegen, über wen eigentlich? Die Schule, weil sie etwas falsch gemacht hat? Deinen Sohn, weil er etwas falsch gemacht hat? Dich selbst, weil du ihn falsch eingeschätzt hast? Alles in allem eine ärgerliche Angelegenheit. Aber es ist das Zwischenzeugnis, nicht das Abitur! Aus Fehlern lernt man. Und Erfahrung ist der Name, den wir unseren Irrtümern verleihen. Hoffentlich lernen alle Parteien etwas daraus. Liebe Grüße und viel Erfolg, Nase edit: Warum ich meine Hausaufgaben auf dem Schulweg gemacht habe, ist hoffentlich klar?! Nicht wegen der Wiederholung, sondern der 6, wenn ich sie nicht mache [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.2010 um 19:08.] |
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Verfasst am: 08. 02. 10 [20:05]
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mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7021
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Mir drängt sich der Verdacht auf, dass - nicht nur bei der aktuellen Diskussion - man nicht am Schulsystem kritisieren darf, ohne in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden. Sorry, Nase, da wo Du micht siehst, befinde ich mich überhaupt nicht. Ich hatte das Zeugnis meines Sohnes mehr zur Illustration erwähnt, denn die Analyse, warum das so aussieht, würde den Rahmen des Forums sprengen. Von uns bekommt er jedenfalls permanent und umissverständlich klar gemacht, dass er selbst derjenige ist, der etwas ändern kann, niemand sonst. Nichtsdestotrotz sehe ich im Gesamtbild einige Missstände, die ich anprangere. Ich weiss nicht, warum so etwas immer als Entschuldigung für die schlechten Leistungen des eigenen Kindes interpretiert wird, nein, es geht hier um Grundsätzliches! Irgendwie scheint bei allen ein Schalter anzuspringen nach dem Motto: "Da will wieder jemand sein Kind in Watte packen und vor aller Unbill schützen und sieht nicht, dass es selbst die Fehler begeht!" Warum das? Ich hatte meine hier formulierte Meinung schon, als mein Sohn noch gar nicht zur Schule ging, sondern meine Tochter aktuell war, die in der Schule völlig unauffällig erfolgreich ihren Weg ging. Und noch eins: Dein Beispiel zeigt doch selbst, wie absurd und willkürlich das Bewerten des Faktors Hausaufgaben ist. Das bestätigt m.E. eher meine Meinung dazu, als dass es sie entkräftigt. Nein, während die Gesellschaft sich - in welche Richtung auch immer - entwickelt und geändert hat, ist das Schulsystem starr und steif bei den Prinzipien der Vorkriegsära verblieben und wehrt sich gegen jedweden Ansatz der Änderung. Dort, wo es Probleme mit den Lehrern an sich gibt, ist das übrigens keine individuelle Sache meines Sohnes, da ist meist ein Großteil der Klasse betroffen. Das hat schon zu manchen außerordentlichen Elternabenden geführt, bei denen dann allerdings die meisten Eltern eine große Leidensbereitschaft und Passitvität an den Tag legten. Da kann dann die Lehrkraft ungefährdet nach Gusto schlechte Noten verteilen, weil die Nasen einger Schüler nicht genehm sind - jeder weiss es, keiner tut was. Die Klassenlehrerin sieht das Problem ebenso und gibt den Eltern im Prinzip Recht, zuckt aber mit den Schultern. An der Stelle wird es dann pervers - hier müssen wir unserem Sohn beibringen, so zu taktieren, dass es dem Lehrer passt, damit er gute Noten bringt. Völlig unabhängig vom eigentliche Lehr- und Lernauftrag. Verkehrte Welt ... Noch mal zu Deiner Interpretation, die war falsch herum aufgezogen, das funktioniert nur in eine Richtung: einige der fünfen wären nicht entstanden, wenn nicht das "Hausaufgaben-Ranking" die drei oder vier, die fachlich vorlag, zu nichte gemacht hätte. Da kann man nun geteilter Meinung sein, aber ich halte das schon immer für kontraproduktiv und destruktiv, und es wird mich schwerlich jemand von dieser Ansicht wegbringen. Die alleinige Tatsache des Nichtvorhandenseins einer Hausaufgabe als ein potentielles Drittel einer "sechs" zu nutzen, selbst wenn im Fachlichen alles ok ist, ist widersinnig. Es gibt genügend andere Möglichkeiten, zu prüfen, ob der Stoff beherrscht wird - von mir aus auch die konkrete Benotung einer HA, dann aber für alle - denn so wird's unegrecht. Wer es schafft, auf der Bus- oder Bahnfahrt sich den Stoff vom Nachbarn ins Heft zu kopieren, hat gewonnen - ohne dabei einen pädagogischen Nutzen für sich herausziehen zu können, eher ein zweifelhaftes "Frechheit siegt!" o.ä. Sorry, das ist für mich der falsche Ansatz, hier steht eben Meinung gegen Meinung. Belassen wir es dabei. Bei allem Ärger verfolgen wir aber weiterhin den Ansatz, immer im Dialog mit den Lehrern die Probleme anzugehen und gemeinsam eine Lösung zu suchen - damit haben wir bis dato die besten Erfolge erzielt. Und übrigens: auch eine fähige Lehrerin, die die Problematik unseres Sohnes kennt und ihn auch entsprechend wohlwollend behandelt, muss eine fünf geben, wenn nix rüberkommt. Das ist dann aber eindeutig die Kosequenz des eigenen Handelns, das ist unserem Sohn auch völlig klar. ![]() So, nun habe ich das Thema m.E. hinreichend ausgewalzt ... für mich ist das Thema ausgereizt. Die Standpunkte sind klar, damit kann ich gut leben. Zu Deinen Anti-Homeschooling-Begründungen komem ich evtl.später noch mal. |
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Verfasst am: 08. 02. 10 [21:38]
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anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
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Thema Homeschooling: Hat schon irgendjemand im Thread erwähnt, dass es bei normaler Beschulung auch noch Klassenkameraden gibt? Das bedeutet Klassenfahrten und gemeinsame Unternehmungen. Ich möchte meine damaligen Touren nicht missen, denn sie drängen sich bei den Erinnerungen immer gern in den Vordergrund. Man darf nicht unterschätzen, welchen Stellenwert richtig coole Klassenfahrten bei den Schülern haben. Thema Hausaufgaben: Diese dienen der Vertiefung des Unterrichts und sollten nicht als Machtinstrument missbraucht werden. Für mich sind Lehrer, die so handeln wie Mamü geschildert hat, an der Stelle falsch in diesem Beruf. Im Prinzip zeigt es deren Hilflosigkeit und Bequemlichkeit, einen Schüler anders zu begreifen und Alternativen zu finden. |
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Verfasst am: 08. 02. 10 [22:08]
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Nickie
Themenersteller
Dabei seit: 04.03.2008
Beiträge: 3795
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Soziale Kontakte mit Gleichaltrigen kann man auch anders pflegen, im Sport- oder Musikverein, in Jugendgruppen etc. Wie auch beim lehren an sich kann das gutgehen, muss aber nicht. *geprüfte Schnuffel*
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Verfasst am: 09. 02. 10 [08:38]
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mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7021
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@Nase: bei sozialen Kontakten bleibt die Frage, was besser ist - von außen "verordneter" Kontakt mit Gleichaltrigen inkl. einmal Verdreschen pro Woche oder ein stressärmerer Umgang mit dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis? Ersteres war definitiv meine Erfahrung, das ging mit leichten Abstrichen bis weit in die Gymnasialzeit - da hätte ich gerne drauf verzichtet. |
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Verfasst am: 09. 02. 10 [10:12]
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Kat
Dabei seit: 09.08.2009
Beiträge: 1920
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Da kann ich Mamü nur zustimmen - obwohl ich Homeschooling wirklich kritisch sehe, hätte ich gerade in der Grundschule auf 4/5 meiner Mitschüler wohl dankend verzichtet... Ja, wir hatten da auch die ersten Klassenfahrten, aber ich habe da gar keine Erinnerungen dran. Andererseits ist sozialer Kontakt natürlich wichtig und bei Homeschooling besteht sicher gerade bei schüchternen oder zurückhaltenden Kindern eine gewisse Gefahr, daß sie nur sehr wenig Kontakte schließen. Da sind dann wieder die Eltern gefragt, um sowas zu organisieren, und das muß auch nicht optimal sein. Bzw. ist bei Kindern, die tendenziell sich als Außenseiter wiederfinden, das Problem oft auch in anderen Konstellationen außerhalb von Schulklassen gegeben. Ich bin der Meinung, Homeschooling sollte die absolute Außnahme bleiben, aber in bestimmten Fällen kann es hilfreich sein, wenn sonst z.B. die Gefahr einer psychischen Schädigung des Kindes oder auch einer Schulverweigerung besteht. Allerdings sollten Unterrrichtsmaterialien dann den Lehrplänen der Schulen angepaßt sein und die Lernfortschritte auch von außen kontrolliert werden, durch Prüfungen o. ä. "Espérer, parce que la terre est belle,
Quand une étoile s'éteint, elle n'éteint pas le ciel." (M. Sardou) |
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Verfasst am: 09. 02. 10 [19:49]
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| N.A. |
OT, jedenfalls befürchte ich, dass mein unten stehendes Geschreibsel in diese Richtung auszuarten begann. Einmal pro Woche auf dem Schulhof der GS in der großen Pause verdroschen zu werden, das könnte bei Nase hinkommen. Auch im privaten Freundeskreis kam es zu gewalttätigen Übergriffen. Nase und ich hätten gerne darauf verzichtet. Da Nase mir gestern noch Instruktionen gegeben hat, wie ich in ihrem Namen ihren Standpunkt hier vertreten darf, nehme ich mir die Freiheit, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wir werden es allesamt nicht verhindern können, dass Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten passieren in welchen sozialen Systemen auch immer, beginnend mit "der Politik" über das Schulwesen bis hin in die kleinste soziale Einheit: die Familie bzw. eher in umgekehrter Reihenfolge. Manchen Menschen wurde es eben in die Wiege gelegt, ohne Watte auszukommen, diese sich selber besorgen zu müssen. Ein leichter Weg ist dieser mit Sicherheit nicht, aber man kann zumindest versuchen, sich selber zu verändern und nicht immer eine Veränderung des jeweiligen Systems anzustreben, sei es auch das hier besprochene Schulsystem. Denn allen Eltern und Schülern wird kein Schulsystem gerecht werden können. Eine jede Schule ist für mich zweckgebunden, also im weitesten Sinne sogar eine philosophische Schule (Adorno, Habermas etc.). Menschen einer Schule haben sich eben ein Ziel gesetzt. Wie dieses verwirklicht wird, genau darüber streiten sich die Geister. In der gemeinsamen Auseinandersetzung liegt die Möglichkeit einer gemeinsamen Fortentwicklung, wobei es keineswegs bedeuten muss, dass ich als Mutter alle anderen Eltern, Lehrer, die Schulleitung, das Kultusministerium in allem zu überzeugen können muss, damit das Ruder und nicht zueltzt die Verantwortung an mich reisse, weil nämlich auch andere Meinungen neben der meinigen stehen dürfen. Edit: Für mich ist Hochbegabung kein Freibrief, mit welchem man sich vor Aufgaben drücken dürfte, die alle in der Gemeinschaft betreffen. Darin gelten für mich gleiche Rechte und gleiche Pflichten ohne Extravaganzen. Gerade eine innere Einstellung, dass man aufgrund seiner HB es sich sparen kann, Pflichten nachzukommen, die alle Schüler betreffen, werden Vorbehalte in der Gesellschaft gegenüber HBs doch nur geschürt. Dies kann ich nur bedauern. Wir sind uns wohl alle darin einig, dass es keines HBs Schuld sein kann, hb zu sein, es sein Glück ist, über eine schnelle Auffassungsgabe zu verfügen. Dies enthebt uns nicht von der Pflicht, unseren Aufgaben nachzukommen, selbst wenn wir sie für uns als sinnlos erachten. [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.2010 um 20:48.] |
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Verfasst am: 09. 02. 10 [21:43]
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mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7021
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natura schrieb: Dies enthebt uns nicht von der Pflicht, unseren Aufgaben nachzukommen, selbst wenn wir sie für uns als sinnlos erachten. Dem mag ich absolut beipflichten. Wurde hier anderes behauptet? |
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Verfasst am: 11. 02. 10 [17:32]
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Nickie
Themenersteller
Dabei seit: 04.03.2008
Beiträge: 3795
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Schüler brauchen vor allem gute Lehrer Da sind andere Leute zu ähnlichen Erkenntnissen bzgl der Lehrer gekommen. Es gibt also noch Hoffnung! *geprüfte Schnuffel*
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Verfasst am: 16. 02. 10 [17:35]
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Nase
Dabei seit: 24.12.2007
Beiträge: 311
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Ich gehe einmal näher auf meine Argumente zum homeschooling ein. Soziale Kontakte: Ich wollte damit eigentlich genau auf diese verzogenen Prügler und Flucher hinweisen, nicht auf Freunde (die hatte ich nämlich eher außerhalb der Schule). Ohne die Grundschule würde ich mich heute noch von "Bitchen" (1) und "Keulen" (2) einschüchtern lassen. Ich hätte außerdem Vorbehalte gegen Muslime. Wenn ich dazu mein Abitur von zu Hause aus gemacht hätte (ok, zugegeben, dann hätte ich es wenigstens gemacht), würde ich erwarten, dass Erwachsene, insbesondere Lehrer, beinahe unfehlbar sind. (So ist nämlich die Einstellung meiner Großeltern und Tanten) Ich wurde in der Schule auf eine Welt vorbereitet, wie sie ist, und nicht wie sie sein sollte. Betrug, Faulheit, Leistungserschleichung sind Gang und Gebe in der erwachsenen Welt. Erwachsene sagen Worte wie "Scheiße" und "Fuck". Es gibt auch Erwachsene die prügeln. Ganz ohne nachvollziehbaren Grund. Ohne Bezug zum Opfer. Ich bin seit der Pubertät verzweifelt genug mit dieser Welt. Ohne die "Härte" (as)sozialer Kontakte in der Schulzeit wäre dieses Empfinden noch lähmender. Ich halte das Alles natürlich nicht im Geringsten für gut. Ich hätte natürlich auch lieber eine Welt aus Watte. In der alle Menschen ehrlich, tüchtig und sozial sind. Aber das gibt es nicht. Fertig aus. Es ist Aufgabe meiner und der kommenden Generationen dafür zu sorgen, dass unsere Kinder es vielleicht ein bisschen leichter haben. Denn die, die heute Kinder haben, haben das wohl irgendwie verpasst. Zukunft passiert jetzt. (Ich weiß, ich bin noch jung und habe keine Ahnung vom Leben. Ich weiß aber grob, wie es läuft. Und ich weiß deswegen, dass ich meine Ziele nicht aus den Augen verlieren darf, komme, was wolle, egal wie schwer oder unmöglich das wird.) Fehlwissen der Eltern oder neue Erkenntnisse ...erklärt sich ja von selbst Mamuesp, wie gesagt: An Deiner Stelle würde ich mich auch ärgern. Ich schließe mich Dir sogar in deiner Meinung an. Aber das ändert nichts. Zusammenfassend: Die Welt ist so, und nicht, wie sie sein sollte. Liebe Grüße, Nase zu (1): eingedeutschtes Englisch für "Hündin" oder ugs. "Schlampe" zu (2): Jugendslang für junge Frau beides ist (nicht von mir) herabwertend gemeint, und bezeichnet weibliche Jugendliche mit vulgärer Sprache und geringem Interesse an Bildung, dafür Kosmetik und möglichst wenig Kleidung. Verzeihung, dass ich solche Worte in diesem Forum benutze. Leider war ich in der Grundschule stark davon beeinflusst. ps: Text kein 2tes mal gelesen vorm Senden, sorry, Fehler sind mein geistiges Eigentum, und dürfen gegen mich verwendet werden. |
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Verfasst am: 16. 02. 10 [17:40]
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Kat
Dabei seit: 09.08.2009
Beiträge: 1920
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Nase: Ich stelle mir nur die Situation vor, wo meine 8jährige Tochter vor mir stehen und sagen würde, "Mama, ich will da (in die Schule) nicht mehr hin, lieber bringe ich mich um." So etwas gibt es - und es gibt Kinder, bei denen das die Eltern vielleicht nicht so gut auffangen können und die dann möglicherweise irgendwann wirklich "vor die Hunde" gehen. In so einem Fall kann ich mir vorstellen, daß falls ein Schulwechsel aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein sollte, zumindest ein begrenzter Zeitraum des Homeschoolings nach anerkannten Lehrplänen sinnvoll sein kann. Oder alternativ, wenn das Kind kurz vor der totalen Schulverweigerung steht. Und das ganz unabhängig von HB oder nicht. "Espérer, parce que la terre est belle,
Quand une étoile s'éteint, elle n'éteint pas le ciel." (M. Sardou) |
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Verfasst am: 19. 02. 10 [16:56]
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Nickie
Themenersteller
Dabei seit: 04.03.2008
Beiträge: 3795
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Hier mal eine Meinung von jemandem, der Schule und systematisches lernen ganz ablehnt: Unschooling . Das sehe ich eher skeptisch. Für einzelne mag das funktionieren, aber die meisten Leute würden auf der Strecke bleiben, wenn man sie als Kinder und Jugendliche völlig alleine ließe mit ihrem Lernverhalten. *geprüfte Schnuffel*
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