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Verfasst am: 17. 07. 10 [15:35]
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Spider
Dabei seit: 09.07.2010
Beiträge: 11
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Ich finde das sehr interessant, was sich bei euch alles geändert bzw. nicht geändert hat.
Ich selbst muss mich in das Thema erst noch einsortieren.
Was ich spannend fände:
Haben einige von euch tatsächlich nach der HB-Diagnose einen Beruf gefunden, der besser zu ihnen und ihrer HB passt?
Ich selbst bin im Moment nämlich ziemlich orientierungslos, wo ich so eine Arbeit finden soll.
Das Spinnchen.
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Verfasst am: 26. 07. 10 [13:56]
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Buecherwurm
Dabei seit: 31.12.2009
Beiträge: 12
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Für mich hat sich nach der Diagnose HB vieles verändert. Ich war auch schon 40 als ich anfing mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Eine Freundin, die selbst hb ist, hat mich ermutigt mich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Erst habe ich die Bücher von Andrea Brackmann gelesen und fühlte mich erstmals erkannt, dann im Internet recherchiert. Später habe ich an einem Gruppentest bei Mensa teilgenommen und bin tatsächlich gescheitert. Also habe ich alles erstmal auf Eis gelegt. Später habe ich mit einem Coach alles aufgearbeitet und einen anderen Test bei einer Psychologin gemacht. Diesmal kam ein völlig anderes Ergebnis heraus und dazu, dass ich auch noch hochsensitiv bin - das erschwert einige Dinge zusätzlich. Inzwischen habe ich alle Erkenntnisse gut verarbeitet und befinde mich gerade auf dem Weg, mich beruflich neu zu orientieren. Also mein Leben hat sich grundlegend geändert, ich verstehe mich jetzt viel besser und kann endlich aufhören mich falsch zu fühlen. Stattdessen nehme ich viel mehr Rücksicht auf meine HB und lebe anders und viel intensiver - und das ist schön. Sicherlich, der Alltag birgt noch so seine Stolpersteine, aber mit ein wenig Humor sind auch diese zu meistern.
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Verfasst am: 28. 07. 10 [11:03]
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Nicki999 (gelöscht)
Dabei seit: 18.06.2010
Beiträge: 473
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Für mich hat die Diagnose noch einen negativen Aspekt bekommen.
Ich weiß seitdem, dass ich meinem Verstand und Köpfchen ganz gut glauben kann. Ich weiß also wirklich viel, dazu kommt noch eine große Lebenserfahrung.
Auch wenn es arrogant klingen mag: ich werde mich demnach wohl selten wirklich irren.
Auf dieses sich-irren-Können baut aber Hoffnung auf. Mit dieser Erkenntnis, viel zu wissen und zu kennen, fühlt sich alles seitdem wesentlich scheußlicher an.
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Verfasst am: 28. 07. 10 [13:05]
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Cloudeater
Dabei seit: 02.07.2010
Beiträge: 418
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@Nicki999
Oscar Wilde hat in "The Picture of Dorian Gray" was schönes geschrieben... die Sinne durch die Seele heilen und die Seele durch die Sinne... (Sinngemäß... O.K., bei D.Gray hat das nicht so gut funktioniert. Der hat´s vielleicht übertrieben.)
Oft überrascht es mich - an Tagen, an denen ich seelenmäßig mal wieder unter schlimmem Overload leide und eigentlich überhaupt nicht daran glaube, dass irgendetwas dem Leben die Schwere nehmen kann, absolut nichts, verstandesmäßig völlig ausgeschlossen...- also, wenn ich dann rausgehe, und mir streicht ein laues Lüftchen (oder meinetwegen auch ein frisches) um die Beine oder der Duft von Nachbars Lavendellstrauch mir in die Nase... da bin ich dann oft regelrecht überrascht, dass das Leben so interessante Dinge aus dem Ärmel zaubert.
Allerdings habe auch ich Zeiten, da ich es eben nicht einmal bis vor die Tür zu Nachbars Lavendellstrauch schaffe. Und irgendwie vergesse ich in diesen Phasen, dass das Leben auch schön sein kann.
Ein Patentrezept, wie man/ich da von "Decke über den Kopf und alles ist so schrecklich schwer" wieder auf zugänglich schalten kann, habe ich leider nicht. Ich wünschte, ich hätte eines. Oft reißt mich der Zufall aus meinen Grübeleien... oder die Grübelphase ist eben zuende.
Jedenfalls: Es gibt sensorisch schönes am Leben, ganz einfache Dinge meistens, das sich plötzlich entgegen jeder verstandesmäßigen Wahrscheinlichkeit und völlig unverhofft einstellt. Soetwas läßt sich nur schwer intellektuell antizipieren... und trotzdem passierts. Irgendwann und immer wieder.
"Das wahre Geheimnis dieser Welt ist das Sichtbare, nicht das Unsichtbare."
Oscar Wilde
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Verfasst am: 28. 07. 10 [13:32]
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Nicki999 (gelöscht)
Dabei seit: 18.06.2010
Beiträge: 473
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@Cludeater
Schön geschrieben!!!! Manno, da hast du aber was gezaubert! Erstmal einen dicken dafür, später eine Antwort, muss nämlich erstmal weg.
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Verfasst am: 28. 07. 10 [19:15]
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Nicki999 (gelöscht)
Dabei seit: 18.06.2010
Beiträge: 473
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und eigentlich überhaupt nicht daran glaube, dass irgendetwas dem Leben die Schwere nehmen kann, absolut nichts, verstandesmäßig völlig ausgeschlossen...
Cloudeater, das war den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. Ich bin derzeit reiner Verstand und der Rest ist ausgeschaltet. Durch dich darauf aufmerksam gemacht, scheint sich ein kleiner Hebel umgelegt zu haben. Die kleinen Wunder hatte ich nämlich völlig vergessen gehabt, aber es gibt sie, gab sie schon so oft.
Ich wehre mich irgendwie noch dagegen, dass all das die Ursache einer solchen Biografie und derzeitigen Situation sein soll. Wider besseren Wissens, denn je mehr ich mich über HB informiere oder hier im Forum lese, um so größer wird die Gewissheit. Selbst die reine Ziffer wollte ich nicht "als Beweis" zulassen. Nicht mal die Gespräche mit dem Therapeuten.
Zu Beginn war es pure Erleichterung gewesen, dann habe ich mich einige Zeit darum nicht mehr gekümmert (verdrängt). Danach kam die Unumgänglichkeit auf, mich damit weiter beschäftigen zu müssen. Darum dann das Forum. Wieder Erleichterung, und nun wieder das andere. Ist damit irgendwann mal Ruhe?
Wohl weil ich nicht "anders sein will". Ich habe den Wunsch nach Zugehörigkeit, der sich dadurch aber verringert. Ich werde nie zur "Masse" gehören (was ich aber vorher schon wusste, weil ja immer merkte, also ziemlich blöd der Gedanke und Wunsch).
Ich war schon von jeher der Typ der meinte, dass man gegen alles (aktiv) was tun könne. Ich habe mich nie mit irgendwas (an Fakten) abgefunden. Schon damit stelle ich mir häufig selbst ein Bein. Probleme sind halt zum Lösen da. Und wenn ich so nicht gewesen wäre.... aua.
Im Moment weiß ich, dass ich mir selbst somit das größte bin. Aber die Lösungen rollen schon an. Das aber an anderer Stelle.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.2010 um 19:18.]
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Verfasst am: 02. 08. 10 [11:43]
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Nicki999 (gelöscht)
Dabei seit: 18.06.2010
Beiträge: 473
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Nochmals ich zu diesem Thema.
Es verändert sich noch immer täglich etwas durch diese Diagnose, hin zum eindeutig Positiven.
Aufgrund dessen konnte ich nämlich (und tue es noch) mich selbst besser begreifen lernen. Darüber mich selbst akzeptieren. Das nimmt beinahe ebenso täglich zu. Meine "Rebellion" sackt damit immer weiter nach unten. Manche meiner Threads würde ich heute nicht mal mehr aufmachen, gehörten wohl aber zu diesem Prozess dazu.
Mit dem mich-Begreifen geht ein großes Stück Akzeptanz bestimmter anderer Personen einher und diese wiederum bedeutet vergrößerte eigene Liebesfähigkeit. Und diese wiederum wirkt zurück und fördert meinen Wissensstand um Zusammenhänge. Mehr Klarheit also.
Als Nachfolge von obigem habe ich zudem akzeptieren gelernt, dass ich mit nahezu rein emotionalen Menschen einfach nicht kann. Dass ich das Gewicht Ratio oder beides gut verkoppelt als Gegenüber brauche. Dass reine Emotionalität anderer mittlerweile ein inneres Warnsignal sendet, welches ich keinesfalls unbeachtet lassen darf. Wo Gefühle nur gespürt werden und nicht hinterfragt werden können, einer lediglich seinen Gefühlen folgt, sollte ich das Weite suchen. Begriffen auch, dass es sehr viele betrifft. Allerdings dann nur eine mangelnde Fähigkeit derer, nichts weiter.
Diese "Diagnose" (gefällt mir nicht, dieses Wort, klingt so nach Krankheit) hieß also bisher: mich kennenlernen, mich verstehen, mich akzeptieren und damit Linien folgen dürfen. Ohne mir dabei "doof" vorzukommen. 
Ich habe ein verfluchtes Schwein damit, dass ich "mit beiden Hälften" so gut denken kann. Dass ich Gefühle bemerke, sie rational zuordnen kann, verbinden und rational "bearbeiten"... und wieder zurück transportieren. Und das in affenartiger Geschwindigkeit. Meistens zumindest. Hatte ewig geglaubt, dass das jeder kann, stimmt nicht. Kann der aber nichts dafür.
Noch kapiert, dass es bei mir mal runter und mal hoch gehen wird, immer weiter. Gehört zum Erkennen dazu. Und dass hier die Plattform ist, wo ich über das alles mal schreiben kann. Woanders wäre es gar nicht möglich. 
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Verfasst am: 18. 08. 10 [22:07]
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weltenwandlerin
Dabei seit: 18.08.2010
Beiträge: 11
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Hallo,
ich bin neu hier und sehr erfreut, dass dieses Forum existiert. Ich weiß seit wenigen Wochen durch meine Therapeutin, dass ich hochbegabt bin.
Was sich seitdem verändert hat sind im Kern folgende Dinge:
- etwas in mir hat sich beruhigt
- ich kann darüber lachen, wenn Menschen mich nicht verstehen bzw. kann
ich besser erkennen, wenn ich nicht verstanden werde oder Gesprächpartner
den Wandel meiner Ansichten zu bestimmten Themen nicht nachvollziehen
können -> Licht ins Dunkel bei Kommunikationsstörungen
- ich beginne die charakterlichen Zuschreibungen, die mir von kleinauf durch
mein Umfeld, im Laufe der schulischen und beruflichen
Sozialisation zugewiesen wurden ins Positive zu übersetzen (hyperaktiv=
lebendig/ anstrengend=herausfordernd/ unruhig=interessiert + inspiriert/
widerwillig + stur= konstrutiv + eigen"sinnig"/ angeberisch =intellektuell)
- ich freue mich mehr über meine eigene Fehlerhaftigkeit und bin nicht mehr so streng mit mir und -ganz wichtig- mit den anderen Menschen -> fühle mich insgesamt also in beruflich-sozialen Situationen wohler
- ich verstehe nun besser, warum ich in institutionellen Zusammenhangen nicht oder nur bedingt arbeiten kann und empfinde dafür ("warum kannst Du nicht wie die anderen auch, einfach Deine Arbeit machen und das, was Dein Chef Dir sagt befolgen) kein Versagensgefühl mehr
- ich kann die anderen nun besser sehen
- ich verstehe, warum Ex-Chefs und Lehrer sich oftmals durch mich bedroht fühlten und weiß, dass ich damit aber Niemanden persönlich angreifen wollte
Soweit vielleicht erstmal. Bin, wie gesagt noch neu im Thema.
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Verfasst am: 26. 08. 10 [02:11]
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weltenwandlerin
Dabei seit: 18.08.2010
Beiträge: 11
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weltenwandlerin schrieb:
- ich kann darüber lachen, wenn Menschen mich nicht verstehen bzw. kann
ich besser erkennen, wenn ich nicht verstanden werde oder Gesprächpartner
den Wandel meiner Ansichten zu bestimmten Themen nicht nachvollziehen
können -> Licht ins Dunkel bei Kommunikationsstörungen
In den letzten Tagen war ich noch aufmerksamer für das "Nichtverstehen oder Überfordern der Anderen". Meine aktuelle Statistik zeigt, dass 3- 5 mal am Tag mir sehr liebe und vertraute Menschen sehr deutlich "zu viel Text", "da kann ich jetzt nicht mehr folgen" oder "verstehe ich nicht" sagen. Das haben sie vor meiner Diagnose vermutlich auch immer mal und nicht selten von sich gegeben, aber ich habe es wohl entweder nicht gehört oder konnte nicht fassen, dass sie es im wörtlichen Sinne auch so meinen.
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Verfasst am: 06. 10. 10 [14:38]
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jazz64
Dabei seit: 17.09.2010
Beiträge: 162
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diedina schrieb:
Viel besser kann ich auch mit meinen Mitmenschen umgehen. Sie sind mir deshalb nicht näher gekommen, Diskrepanzen gibt es immer noch, aber so, wie ich weiss, warum ich bin, wie ich bin, weiss ich auch, weshalb sie so sind, wie sie sind.
Soweit wie diedina möchte ich auch kommen - mache gerade meinen ersten Schritte in diese Richtung ...
diedina schrieb:
Die Akzeptanz, die ich mir von meinen Mitmenschen immer gewünscht habe, und heute noch wünsche ...
Wie erreicht man diese Akeptanz? Keiner läuft mit dem Etikett 'HB' herum, und wie soll man erklären, dass man anders 'tickt'? Entweder ist man als Angeber/Wichtigtuer/etc. abgestempelt oder aber es geht einem wie dem Eskimo, der einem Amazonasindio erklären soll, wie sich ein Schneesturm im Gesicht anfühlt !
I've seen things you people wouldn't believe ...
Roy Batty - Blade Runner (1982)
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Verfasst am: 06. 10. 10 [17:25]
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anouk
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7075
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Wieso muss man denn wegen Hochbegabung akzeptiert werden? Sollte es nicht ziemlich gleichgültig sein, ob man hochbegabt ist? Akzeptanz sollte da sein - ob mit oder ohne Hochbegabung.
Es gibt Menschen, die machen einfach ihr eigenes Ding und werden akzeptiert. Ob sie nun barfuß durch die Stadt laufen oder sonst was Unübliches tun.
Solange jemand echt wirkt, freundlich bleibt und sich nicht beirren lässt, wird derjenige auf Dauer in Ruhe gelassen und kann sich freier bewegen. Muss man denn auch noch jede kleine Eigenheit mit Hochbegabung begründen? Und warum muss man alles immer begründen? Einfach machen, sollen die anderen doch erstaunt gucken!
Klar, wenn ich immer wieder betonen würde, dass ich hochbegabt bin, dann werde ich tatsächlich nach kurzer Zeit als Angeber/Wichtigtuer angesehen. So etwas geht mir nämlich bei anderen auch auf den Zeiger. Wer sich dauernd über die eigene Hochbegabung auslässt, wird seine Mitmenschen nur noch zum angenervten Augenrollen bringen.
Manchmal ähnelt Kommunikation dem Gehen in Stilettos auf Kopfsteinpflaster.
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Verfasst am: 06. 10. 10 [18:37]
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Freigeist
Dabei seit: 25.09.2010
Beiträge: 1727
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Der Wunsch akzeptiert zu werden, mit all den Dingen, die einen so ausmachen, ist normal
und dass der regelmäßig enttäuscht werden kann, ist genauso normal, haben Wünsche manchmal so ansich
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Verfasst am: 06. 10. 10 [18:41]
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jazz64
Dabei seit: 17.09.2010
Beiträge: 162
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anouk schrieb:
Wieso muss man denn wegen Hochbegabung akzeptiert werden? Sollte es nicht ziemlich gleichgültig sein, ob man hochbegabt ist? Akzeptanz sollte da sein - ob mit oder ohne Hochbegabung.
...
Danke, anouk!
Hab' mich nicht eindeutig ausgedrückt *gefühlsüberschwang*
Es hat wenig bis gar nichts mit HB zu tun ('damit' hausieren zu gehen? au contraire!!) So wie Du richtig ausführst, geht's auch mir darum, als Mensch/Person mit meinen Eigenheiten/Macken oder wie auch immer akzeptiert zu werden - und ich möchte gar nicht erklären, warum ich so und nicht anders bin.
Der Grund, warum ich hier so emotional werde, liegt in meiner vita. Immer wieder wurde/wird von mir erwartet, mich zu ändern. (auch meine Ehe ist z.T. daran gescheitert, weil von mir 'Änderungen erwartet' wurden - wurde mir erst ex post zur Kenntnis gebracht - wurden)
Wesenszüge wie Humor, Ehrlichkeit oder Integrität wollte und will ich nicht der Konformität wegen unterdrücken.
Ich hoffe, dass es nun etwas deutlicher 'rüberkam ...
I've seen things you people wouldn't believe ...
Roy Batty - Blade Runner (1982)
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Verfasst am: 23. 10. 10 [11:30]
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Vanessa19
Dabei seit: 17.12.2008
Beiträge: 77
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Schwierig zu beantworten.
Ich bin sozusagen erst sehr spät auf dieses Thema gestoßen worden.
Der "Befund mit Zahl" ist eine Erklärung für viele Vorkommnisse, die ich mir früher nicht erklären konnte. Aber keine wirkliche "Entschuldigung".
Im Gegenteil: Ich empfinde es auch als eine Last - bzw. Verpflichtung.
Andererseits ist es ein Teil meuiner Persönlichkeit - aber eben nur ein Teil.
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Verfasst am: 14. 11. 10 [20:41]
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JDRoth
Dabei seit: 11.11.2010
Beiträge: 4
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Ich bin nicht durch einen Psychologen auf HB getestet, aber hier ist meine Geschichte:
Seit einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema HB, denn unsere Tochter ist hochbegabt (getestet). Da ich selber in der Schule ein guter, aber nicht überragend guter Schüler war und immer für meine Noten arbeiten musste, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich auch hochbegabt sein könnte. Um ehrlich zu sein: Ich weiss es nicht 100%-ig. Es muss auch nicht unbedingt sein. Ich bin auf der Suche, um ehrlich zu sein.
Die Auseindandersetzung mit dem Thema hat dazu geführt, dass ich Bücher über das Thema gelesen habe und die Kriterienlisten für unsere Tochter (7) ausgefüllt habe....und dabei viele, überraschende Ähnlichkeiten mit mir entdeckt habe.
Ich habe fast geweint, als ich die "Kriterienlisten" (nach Heller) gelesen habe. Ich hatte das Gefühl, dass mich das tief innen trifft. Ich fühlte mich plötzlich verstanden. Ich bin mehr der musische Typ, spiele viele Instrumente, filme, schneide Videos, fotographiere, führe Projekte durch im Bereich NPO (Projektmanagement), Campaigning, Marketing mache Sport, bin handwerklich, im Web und künstlerisch aktiv. Die Leute um mich herum bezeichnen mich regelmässig als Multitalent. Ich habe mir dazu nie Gedanken gemacht und hätte das nie mit einer Form von HB in Verbindung gebracht. Für mich waren hochbegabte Menschen immer supergescheite Professorentypen, die irgendwo im stillen Kämmerchen an einer Formel basteln (Ich gebe es es offen zu).
Ich habe mich immer als einigermassen "normal" empfunden, obwohl ich immer ein "lonely wolf" war und es immer noch oft bin. Ich kann lange alleine sein und vermisse niemanden. Das war schon immer so. Ich kann mich gut alleine mit etwas beschäftigen und gehe dann total darin auf. Ich passe nirgends ganz rein. Ein bisschen geht, aber nie voll.
Ich habe mich immer als anders empfunden: bunter, lebendiger, emotionaler, mehrdimensionaler (ohne Wertung) und komplizierter, als andere Menschen.
Wie auch immer: Die Auseinandersetzung mit HB und hoher Sensibilität hat mich irgendwie nach Hause kommen lassen. Ich habe mich versöhnen können mit vielem, was in meinem Leben passiert ist und das ist schon sehr viel.
quovadis, wir werden sehen. Ein Funke springt, wohin?
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