Du bist hier: Forum / Übersicht
Sat, 19. May 2012 - 04:17 (CEST)

Anmelden

Du kannst Dich hier mit Usernamen und Passwort anmelden, um Zugang zu den geschützten Bereichen zu erhalten.






Interessante Buchtipps

Der Sommer der lachenden Kühe Arto Paasilinna
Der Sommer der lachenden Kühe
Eläma lyhyt Rytkönen pitkä

Kinder und Jugendliche mit Hochbegabung Helga Simchen
Kinder und Jugendliche mit Hochbegabung
Erkennen, stärken und fördern - damit Begabung zum Erfolg führt

Dr. Siri und seine Toten Colin Cotterill
Dr. Siri und seine Toten
(The Coroner's Lunch)

Gastzugang

Gäste könnnen in diesem, dem offenen Bereich, ohne Anmeldung lesen. Wenn Du in diesem Forum jedoch etwas schreiben möchtest, ist es nötig, dass Du Dich anmeldest. Um zu schreiben und zu den Mitgliederbereichen Zugang zu erhalten, kannst Du Dich daher Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterregistrieren, dann steht Dir nach der Freischaltung des Benutzerkontos das Forum offen.

Dänische Forscher: Durchschnittliche Intelligenz nimmt ab

Autor Nachricht
Verfasst am: 04. 06. 08 [07:10]
Seeker
Themenersteller
Dabei seit: 27.01.2008
Beiträge: 93
Ärzte im Netz - Dienstag, 3. Juni, 10:00 Uhr

IQ-Tests haben über die letzten Jahrzehnte hinweg immer höhere Durchschnittswerte ergeben. Dieser Trend scheint nun unterbrochen zu sein. Zu diesem Ergebnis kommen die Psychologen Thomas Teasdale und David Owen von Kopenhagen und New York, die sich die dänische Tradition der Intelligenztests zur Einberufung von 18-Jährigen zunutze machten. In Dänemark, wo die meisten 18-Jährigen seit den Fünfzigerjahren bei ihrer Einberufung in den militärischen Dienst insgesamt vier Wissenstests absolvieren, zeigte sich eine allmähliche Verbesserung zwischen 1988 und 1998, die jedoch zwischen 1998 und 2003/2004 wieder zurückging, sowohl bei Männern, die einen geringen Schulabschluss hatten als auch bei Männern, die eine Hochschullaufbahn anstrebten.

1999 haben in Dänemark 25.000 junge Männern bei Antritt des militärischen Dienstes um 2 IQ Punkte besser abgeschnitten als 33.000 18-Jährige, die 1988 geprüft wurden. Aber 2003/2004 erhielten 23.000 getestete Männer bedeutend schlechtere Wertungen als die Gruppe von 1998. Der Rückgang der IQ-Werte entsprach fast dem Niveau der Absolventen von 1988. Diese Verschlechterung der durchschnittlichen Intelligenz stimmt mit Beobachtungen überein, die in Norwegen gemacht wurden.

Auf der Suche nach den Ursachen der zurückgehenden Intelligenz schlossen Teasdale und Owen u.a. einen Ernährungsmangel aus, da sich dieser in einer Abnahme der Körpergröße gezeigt haben müsste. Stattdessen vermuten die Forscher, dass die Verschlechterung der Testergebnisse mit einer Änderung im Bildungswesen zu tun haben müsse. Zum Beispiel könnte in der Schule abstraktes und logischs Denken mittlerweile eine andere Gewichtung erhalten haben und die Schnelligkeit beim Problem-lösenden-Denken geringer gewertet werden.

Schließlich bemerken Teasdale und Owen in ihrer Forschungsarbeit, dass vielleicht die zur Zeit zu beobachtende Zunahme der Intelligenztest-Ergebnisse in den Entwicklungsländern und der Rückgang der IQ-Werte in den Industrienationen der Anfang vom Ende der Unterschiede zwischen den Ländern hinsichtlich der durchschnittlichen IQ-Test-Ergebnisse sein könne.

http://de.news.yahoo.com/aerzte/20080603/thl-dnische-forscher-durchschnittliche-i-72610f6.html
Verfasst am: 04. 06. 08 [07:31]
Copperfield
Dabei seit: 02.06.2008
Beiträge: 184
Interessante Studie, hätte ich so herum eigentlich nicht erwartet...
Verfasst am: 04. 06. 08 [11:12]
oesb
Dabei seit: 05.01.2008
Beiträge: 1438
Hallo,
erst mal danke fürs einstellen, dass ist super interessant.

LG Oesb
*Bitte beachtet die Termine für den HB Stammtisch, den HB Stammtisch für Heranwachsende und den HB Stammtisch für Eltern mit HB Kindern in Hannover! Jeweils der erste Sonntag im ungeraden Monat!*

Verfasst am: 04. 06. 08 [12:57]
prinzess_vulkan
(gelöscht)
Dabei seit: 22.12.2007
Beiträge: 992
Dazu mal dieser Link

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27903/1.html

sowie ein Ausschnitt daraus...

Politische Konsequenzen?

Dass sich der Flynn-Effekt gedreht hat, bringt einige Intelligenzforscher dazu, von einer Entwicklung in die Dekadenz zu reden. Ein passiver und konsumorientierter Lebensstil, besonders bei den Unterschichten, soll schuld sein. Siegfried Lehrl, Psychologe der Universität Erlagen und Vorsitzender der Gesellschaft für Hirntraining, bringt die Stagnation in Zusammenhang mit dem Lebensstil der Bildungsfernen, die angeblich bevorzugt auf Sofas sitzen, sich von banalen Angeboten des Unterschichtenfernsehens berieseln lassen und dabei Chips essen. Auch die massenhafte Verbreitung von elektronischen Medien und Computerspielen sei verantwortlich für eine gesunkene Merk- und Konzentrationsfähigkeit.

Die öffentlichen Aussagen von Intelligenzforschern sind politisch nicht unwichtig


Ich sehe die Problematik auch nicht allein in den Schulen angesiedelt,
sondern glaube, dass vor allem der Punkt "massenhafte Verbreitung von
elektronischen Medien und Computerspielen" einer der Punkte ist,
die sehr starken Anteil an dem Phänomen haben.

Auch in den Elternhäusern und bei der Erziehung müssen Ursachen
gesucht werden.

Die immer weiter fortschreitende Verarmung in der Kommunikation zwischen
Eltern und Kinder wurde gerade letztens in einer Tageszeitung bemängelt. bzw. mangelhafte Fähigkeiten von Eltern in der Erziehung ist ein sehr wichtigen Punkt, denn wenn Eltern keine Lust mehr haben, sich mit ihren Kindern zu unterhalten, mit ihnen zu spielen oder sich mit ihnen zu beschäftigen, sondern lieber vor den Fernsteher und den PC setzen, dann hat auch das logischerweise Auswirkungen auf die Intelligenz. Ich denke, dass der Artikel in der Zeit ein Phänomen beschreibt, das längst auch auf Deutschland übergegriffen hat

http://www.zeit.de/2008/20/M-Gebild_Kranke

Wenn mit Kindern oder Jugendlichen immer weniger geredet wird oder
sie immer weniger am realen Leben, sondern am virtuellen Leben teilnehmen,
kann die Intelligenz nur auf der Strecke bleiben.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.2008 um 12:59.]
Verfasst am: 04. 06. 08 [18:55]
Lor
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 271
Um ehrlich zu sein, überrascht mich diese Tendenz überhaupt nicht und sie wird sich meiner Meinung nach auch nicht wieder zum Guten kehren können, auch wenn die Medien hier und da schon krampfhaft versuchen, das Ruder wieder herum zu reißen.
Die Wirtschaft hat sich eine blöde konsumgeile Gesellschaft groß gezogen und die zieht jetzt ihre blöden konsumgeilen Sprößlinge groß. Zugegeben, das ist jetzt ziemlich krass ausgedrückt, aber so ist es doch, wenn man mal die individuell rosa gefärbte Brille abnimmt...
Die oben genannten Berichte bestätigen die Meinung, dich ich schon lange habe, nur.


Alles fühlen, auf alle Weise
Alle Meinungen haben,
Sich widersprechend aufrichtig sein, jede Minute
Sich unbequem sein, durch seine völlige Gedankenfreiheit,
Und die Dinge lieben wie Gott.
(Fernando Pessoa)
Verfasst am: 05. 06. 08 [18:58]
Schnorgl
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 114
Zu diesem Thema kann ich wärmstens den Film IDIOCRACY von Mike Judge empfehlen (IMDB) .

Gruß
Schnorgl
Verfasst am: 05. 06. 08 [22:04]
murmel1970
Dabei seit: 17.03.2008
Beiträge: 405
icon_smile.gif


Ich war erst ein wenig überrascht.
Aber das ist ja auch wieder die Generation der antiautoritären Erziehung.
Mittlerweile wissen wir ja alle das Kinder Grenzen brauchen und vor allem auch wollen und einfordern.

Letztens habe ich im WDR (glaub ich) einen Bericht gesehen, indem von den verherenden Folgen dieses Erziehungsstiels berichtet wurde. Eltern die Aufgaben, weil es zu hause nur noch streit gab. Jugendliche die ihre Eltern verurteilten ihnen nicht beigebracht zu haben wie man eine Lehre beginnt und vor allem durchzieht.

Der extrem Fernsehkonsum und Computerspiele kommen ja erst in dieser Genaration Erwachsener wirklich zu tragen, alle die vor ~1985
haben zumindest als kleinkinder und Grundschüler diesen TV Konsum noch gar nicht genießen können, auch Spieleplattformen waren noch nicht selbstverständlich.

Was vielleicht auch fehlt sichd die kleinen Abenteurer, in unserer Sagrotanwelt.
Diese Kinder dehnen vielleicht nie beigebracht wurde ihre Welt zu erkunden, die nie mit einem Marmeladenglas durch den Matsch getapst sind um Kaulquabben einzufangen.

oje

Liebe Grüße Chris
______________________________
"Alles was schon hinter Dir liegt und alles was noch vor Dir liegt ist nichts im Vergleich zu dem,
was in Dir liegt." Unbekannter Autor

ich weiß, dass ich nichts weiß (sokrates)
Verfasst am: 06. 06. 08 [12:37]
abstraktius
(gelöscht)
Dabei seit: 20.04.2008
Beiträge: 1247
Nein, ich habe nichts anderes erwartet. Dieser Rückgang war aber auch schons eit langem bekannt. Auf der wikipesdia-seite zum flynn-effekt stand bereits,d ass die IQ-Werte seit anfang der 90er nicht mehr steigen und jetzt sogar rückläufig sind.
Verfasst am: 06. 06. 08 [17:21]
Lor
Dabei seit: 04.04.2008
Beiträge: 271
Schnorgl schrieb:

Zu diesem Thema kann ich wärmstens den Film IDIOCRACY von Mike Judge empfehlen (IMDB) .

Gruß
Schnorgl


Der wurde mir schonmal empfohlen und ich bin der Sache nachgegangen, aber nach ca. ner viertel Stunde hab ich den Film wieder ausgemacht, wurde mir zu blöd... Sicherlich ist die Aussage mehr als wahr, aber das Ausmaß in dem der geistige Verfall dargestellt wurde, war mir einfach zu krass, um mir das anzutun! Ist einfach nur eklig... ich krieg Krämpfe, wenn ich mir sowas anschauen muss!

Alles fühlen, auf alle Weise
Alle Meinungen haben,
Sich widersprechend aufrichtig sein, jede Minute
Sich unbequem sein, durch seine völlige Gedankenfreiheit,
Und die Dinge lieben wie Gott.
(Fernando Pessoa)