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Hochbegabt = Überheblich?

Autor Nachricht
Verfasst am: 30. 05. 08 [17:51]
Schnorgl
Themenersteller
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 114

Hallo Miteinander,

ich bin ganz neu hier und ganz neu "offiziell diagnostiziert".
Ich kann eigentlich mit fast niemandem über mein Testergebnis reden, aus Angst davor, mich "über andere zu stellen", "was Besseres" zu sein.

Jetzt lese ich hier im Forum ständig Formulierungen wie "ich will jetzt nicht arrogant klingen, aber...", das mag jetzt überheblich klingen...." usw. Scheint also mehreren so zu gehen. Sogar hier (!).

Was sind Eure Erfahrungen mit der Arroganz (bzw. dem (Selbst-)Vorwurf derselben)? Soll man einfach zu seiner HB stehen, so wie ein Spitzensportler zu seinen Medallien steht? - Braucht man erst "Medallien", um hier selbstbewusst zu sein?

Es grüßt Euch
ein verwirrter Schnorgl


PS: Vorstellung kommt noch, ganz bestimmt. Aber ich bin doch so schüchtern!
Verfasst am: 30. 05. 08 [18:18]
Felix
(gelöscht)
Dabei seit: 29.07.2008
Beiträge: 0
hallo schnorgl,

also ich wollte hier erst garnicht schreiben, sondern mich still beteiligen (mitlesen), weil, wenn ich meine grundsätzliche lebenseinstellung, meine sicht auf die welt und meinem verständnis von hochbegabung vergleiche mit den ansichten, erfahrungen und prinzipien der "anderen menschen" im allgemeinen und aber auch vieler anderer user hier im speziellen, dann stimmt dort oft wenig überein und ich habe auch oft das gefühl mich für meine sichtweise rechtfertigen zu müssen, weil ich sie bei rein realistischer betrachtung insgesamt einfach für "ausgereifter", "durchdachter" und grundsätzlich "richtiger" halte.

aber das "ist so" und ich empfinde es so und nehme das so hin, das können andere auch gerne anders sehen, aber ich habe kein problem damit, mir auch die ansichten der anderen teilnehmer genau durchzulesen und finde immer wieder interessante denk- und diskussionsansätze und nehme hier jetzt einfach teil und vielleicht anders als im realen leben lasse ich dann auch mal: "den klugscheisser oder besserwisser raus" ... aber nicht um tatsächlich klugzuscheissen oder anderen meine meinung aufzudrängen (das ist nicht meine art) sondern alleine um ehrlich zu sein und die dinge so zu beschreiben wie ich sie tatsächlich sehe und wenn hier dafür nicht der raum ist, wo dann ???

gruß felix
Verfasst am: 30. 05. 08 [18:38]
Serviera
(gelöscht)
Dabei seit: 02.08.2008
Beiträge: 0
Ich selbst bin nicht diagnostiziert, habe (oder eher hatte) die Vermutung der Hochbegabung, bin aber in meinem Umfeld nie bewußt als Hochbegabter aufgetreten und habe mich seit dem Eintritt ins Erwachsenenalter nicht mehr als hochintelligent bezeichnet oder dies in irgendeiner Form versucht zu inszenieren. Dennoch habe ich bemerkt, daß ich von meinem Umfeld (Internat, dann Universität) binnen kurzer Zeit als hochintelligent kategorisiert worden bin, obwohl ich wie gesagt nichts bewußt nach außen gekehrt habe. Die Leute rekurrieren hier z.B. auf Leistungsnachweise, von denen sie Wind bekommen haben. Primär läuft eine solche Einschätzung aber über den Eindruck, den man von einer Person hat und diesen gewinnt man zunächst durch deren Art zu reden (außerdem vielleicht noch über möglichst situationsangemessenes Verhalten). Hier fallen bei hochintelligenten Leute wahrscheinlich in erster Linie auf: ein größerer Wortschatz, breite Allgemeinbildung oder profundes Fachwissen, eine überlegene Fähigkeit zu analysieren, darzustellen und zu erklären. Letzteres birgt natürlich die große Gefahr einer Fehleinschätzung aufgrund von Klischee-Denken. Meine Erfahrung spricht also dafür, daß ein Mensch der sich authentisch gibt und seine Leistungen nicht unter den Scheffel stellt (das heißt nicht, daß man diese vor sich hertragen soll), wohl angemessen von seiner Umgebung eingeschätzt wird. Wer dagegen nur von seinen (vermuteten) Fähigkeiten spricht, wird eher für arrogant gehalten. Wer darüber hinaus noch Underachiever ist, gibt sich möglicherweise der Lächerlichkeit preis. Zu beachten ist, daß meine Erfahrungen aus einem Umfeld mit Akademikern stammen -- es wäre also interessant die Erfahrungen von Leuten aus anderen Milieus zu hören.
Verfasst am: 30. 05. 08 [18:44]
Serviera
(gelöscht)
Dabei seit: 02.08.2008
Beiträge: 0
Ach ja, die Erfahrung von Felix würde ich auch gerne aufgreifen: Klugscheißen ist definitiv nicht beliebt. Ich verbessere andere nicht mehr, es sei denn, sie greifen mich persönlich an, durch das was sie sagen oder sie fragen mich bewußt nach Rat oder einer Tatsache oder wir führen gerade bewußt einen Diskurs. In meiner Kindheit und Jugend war das anders und das war wohl ein wesentlicher Grund, warum ich unbeliebt war. Mich macht es auch nicht mehr "nervös" so wie früher, wenn ich andere vollkommen falsche Aussagen machen höre.
Verfasst am: 30. 05. 08 [20:06]
oesb
Dabei seit: 05.01.2008
Beiträge: 1438
Hallo,
hb ist nicht überheblich, wenn man sie lebt. Denn hb leben heisst ja nicht, das ich jedem meine hb auf die Nase binde. Wenn ich drauf angesprochen werden gut dann ja, aber halt auch nur mit Erklärung. Ansonsten ja ich lebe meine hb! Und ich fühle mich damit wohl, aber die wenigsten in meinem Umfeld wissen es.

LG Oesb
*Bitte beachtet die Termine für den HB Stammtisch, den HB Stammtisch für Heranwachsende und den HB Stammtisch für Eltern mit HB Kindern in Hannover! Jeweils der erste Sonntag im ungeraden Monat!*

Verfasst am: 30. 05. 08 [21:54]
mamuesp
Dabei seit: 13.12.2007
Beiträge: 7115
Serviera schrieb:
Mich macht es auch nicht mehr "nervös" so wie früher, wenn ich andere vollkommen falsche Aussagen machen höre.

Da bist Du weiter als ich ... icon_wink.gif Ich könnte bei so etwas immer gleich platzen, aber nicht, weil ich es besser weiß, sondern weil es mir unerträglich scheint, andere im falschen Überzeugungen zu lassen. So etwas kommt mir immer wie "unterlassene Hilfelleistung" vor - das wird aber in der Tat in den seltensten Fällen estimiert. In der Regel wird die "Klugsch*isser-Schublade" aufgemacht und das war's dann ... Allerdings kann einem das auch im HB-Umfeld passieren ... icon_mrgreen.gif

Gruß, mamuesp

http://www.smilies.4-user.de/include/YouSmileys/wappen-smileys-Rheinland-Pfalz.gif "Es ist normal, anders zu sein." - erleichterte Erkenntnis eines 'HB-Kids' ... http://www.hobee.org/fileadmin/pics/smilies/yapbo.gif

Avatar © sarah5 - Fotolia.com
Verfasst am: 31. 05. 08 [12:42]
Nase
Dabei seit: 24.12.2007
Beiträge: 311
mamuesp schrieb:

Ich könnte bei so etwas immer gleich platzen, aber nicht, weil ich es besser weiß, sondern weil es mir unerträglich scheint, andere im falschen Überzeugungen zu lassen. So etwas kommt mir immer wie "unterlassene Hilfelleistung" vor - das wird aber in der Tat in den seltensten Fällen estimiert. In der Regel wird die "Klugsch*isser-Schublade" aufgemacht und das war's dann ...


Geht mir auch so.

Was mir erheblich geholfen hat, zu meiner hb zu stehen, war die Antrittsrede von Nelson Mandela. Betreffender Auszug nachzulesen unter:

http://www.der-innere-weg.de/mandela.htm

Dann hat man schon fast den Eindruck mit seiner "Überheblichkeit" etwas Gutes zu tun.
Verfasst am: 01. 06. 08 [15:12]
towanda
(gelöscht)
Dabei seit: 28.03.2008
Beiträge: 382
Ich denke auch immer wieder an die Überheblichkeit.
Als die Psychologin nach dem Test zu mir meinte, ich sei schlauer als 99% meiner Alters- und Geschlechtsgenossinnen, habe ich schwer schlucken müssen. Mein spontaner Gedanke: Anders wärs mir lieber, denn ich will nicht überheblich werden/sein.

Ich habe mal bei Wikipedia geschaut:
Der Hochmut (altgr."ὕβρις", Hybris ; lat.: arrogantia, superbia; Anmaßung, Überheblichkeit, Arroganz; veraltet: Dünkel oder Hoffart) ist eine Haltung der Welt gegenüber, in der Wert, Rang und Fähigkeit der eigenen Person vorab aller Erfahrung und Bewährung hoch geschätzt werden.

Zur Selbstwahrnehmung:
Wenn also jemand ohne Erfahrung oder Bewährung in Bezug auf seine Fähigkeiten oder seinen Rang meint, er sei superschlau, dann kann das überheblich sein. Wenn aber jemand getestet ist, dann hat er sich ja bewährt und es ist dann nicht mehr überheblich, sich selbst als hochbegabt zu sehen. Es ist einfach so.

Zur Fremdwahrnehmung:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten HB nicht Gefahr laufen, überheblich gegenüber anderen zu werden. Viele sind ja kaum in der Lage, wirklich und ohne Zweifel und Skepsis zu akzeptieren, dass sie HB sind.
Da oft und viel reflektiert wird, sind "wir" vermutlich viel weniger überheblich als viele NB.

Anders ist es natürlich im Bereich "Wert". Wer den höher als den der Mitmenschen einschätzt, der ist meiner Meinung nach überheblich. Ob nun HB oder nicht.

Grüße
towanda
Verfasst am: 01. 06. 08 [18:11]
Nase
Dabei seit: 24.12.2007
Beiträge: 311
towanda schrieb:

Anders ist es natürlich im Bereich "Wert". Wer den höher als den der Mitmenschen einschätzt, der ist meiner Meinung nach überheblich. Ob nun HB oder nicht.


Diesmal hast Du es auf den Punkt gebracht. Dankeschön. Jetzt denke ich nicht mehr, ich sei überheblich. Zumindest nicht von deinem Standpunkt aus. Nochmal vielen Dank! icon_bow.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.2008 um 18:12.]
Verfasst am: 01. 06. 08 [20:26]
towanda
(gelöscht)
Dabei seit: 28.03.2008
Beiträge: 382
@Nase

Danke! icon_redface.gif

Grüße
towanda
Verfasst am: 01. 06. 08 [23:16]
murmel1970
Dabei seit: 17.03.2008
Beiträge: 405
Hallo,

Ich geb es zu icon_redface.gif nir geht es immer noch so.

Viele Menschen denen ich begegne revidieren ihre Vorverurteilung nach dem zweiten Eindruck.
Ich musste aber lernen mich nicht komplet zurückzuziehen, weil ich den ersten Eindruck "Hochnäsigkeit, blöde Kuh" bereits warnahm.

(um das jetzt zu verdeutlichen: ich bin total verunsichert, ob ich diesen Absatz so wie ich ihn geschrieben habe überhaupt absenden kann. Im Moment empfinde ich ihn als gräßlich)



Liebe Grüße Chris
______________________________
"Alles was schon hinter Dir liegt und alles was noch vor Dir liegt ist nichts im Vergleich zu dem,
was in Dir liegt." Unbekannter Autor

ich weiß, dass ich nichts weiß (sokrates)
Verfasst am: 01. 06. 08 [23:50]
buerocratius
Dabei seit: 26.04.2008
Beiträge: 151
Hallo,

ich hatte früher massive Probleme mit Muttern, die mir Arroganz vorwarf. Noch heute weiß ich nicht, woher das kam, da ich mich eher als zurückhalten empfand. Aber es passiert mir auch jetzt noch, dass ich in irgendwelche (zugegebenermaßen mäßig niveauvollen) Internetforen als "arroganter Schnösel" etc. bezeichnet werde, wenn ich nur meine Meinung schreibe. Dabei drücke ich mich immer sehr differenziert aus und gebe anderen Meinungen Raum. Meine ich zumindest. Abgesehen davon finde ich (und weiß ich), dass meine sprachlichen Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Bereichen eher dürftig sind. Obwohl ich eher Selbstzweifel habe, sehr zurückhalten bin und mich als Underachiever sehe, werde ich nach wie vor von einigen als "arrogant" gesehen. Trotz ausführlicher Selbstreflexion kann ich mir das nicht erklären. Denn zu meinen Charaktereigenschaften gehört Arroganz definitiv nicht.

buerocratius

Bei Erfolgreichen in der Wirtschaft darf man nicht von einem hohen IQ ausgehen - der hindert an der Tat.
Heinz Dürr (*1933), dt. Topmanager

Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert.
Paul Watzlawick (*1921), amerik. Psychiater u. Schriftsteller östr. Herk.
Verfasst am: 02. 06. 08 [09:55]
Chaotin
Dabei seit: 02.01.2008
Beiträge: 230
Ein Hallo an die versammelte HB-Arroganz,

das was ihr hier beschreibt beobachte ich auch an mir und hier im Forum und ist gerade mein Lieblings-HB-Forschungsthema:
Die Angst arrogant/überheblich zu wirken und das hier so oft zu beobachtende Understatement.

Meine Theorie ist, dass man als HB in unpassender Umgebung fast zwangsläufig eine ganz spezifische (mehr oder weniger ausgeprägte) Selbstwertschädigung davonträgt.

Kaum eine andere persönliche Eigenschaft ist gesellschaftlich so extrem ambivalent besetzt wie die Intelligenz: Jeder will intelligent sein, jeder soll intelligent sein (gefordert von Gesellschaft, Schule, Eltern etc.), aber keiner darf es sein! Keinesfall darf der Nachbar/ der eigene Schüler/ der Angestellte / sogar das eigene Kind intelligenter sein als man selbst!

Das ist doch zum verrückt werden! Eine ähnliche neurotische Aufladung kann ich sonst nur beim Thema Geld beobachten. Bei anderen positiven Eigenschaften gibt es das nicht in der Form - sieht jemand besonders gut aus oder ist er ein guter Sportler, hat er vielleicht auch mit Neid zu kämpfen, aber nicht mit diesem Irrsinn! Ich glaube es ist z.B. noch niemand in der Schule gemobbt worden, weil er der beste Fußballer war!

Als intelligentes Kind steht man da und ist den ambivalenten Doppelbotschaften ausgesetzt.
Einerseits die Forderung und allgegenwärtige Erwartung: Sei intelligent!
Aber anderseits: Sei kein Streber, sei nicht so besserwisserisch, red doch nicht so altklug daher, das kannst DU in deinem Alter doch noch gar nicht wissen! Leg doch mal das Buch weg und benimm Dich wie ein normales Kind, geh spielen! Sei nicht so überheblich! Sei nicht so arrogant! Bild Dir bloß nix darauf ein, dass du ... kannst/weißt etc. (Fortsetzung können hier die meisten wohl selbst schreiben).

Wieviel man davon abkriegt, hängt natürlich von der Umgebung ab - aber ich wage mal zu behaupten, dass jedenfalls auf einer subtilen Ebene jeder HB solche abwertenden Reaktionen erfährt - von anderen Schülern, Lehrern oder sogar den eigenen Eltern.

Der Irrsinn geht natürlich im späteren Leben noch weiter (mehr wissen als der Chef kommt nicht gut und wird in der Regel mehr oder weniger subtil abgestraft). Aber als Kind ist es dramatischer, weil man keine Ahnung hat, was man eigentlich falsch macht, wenn man doch einfach nur so ist, wie man eben ist.

Das irrsinnige und wie ich finde einmalige ist, dass man hier aber für eine eigentlich positiv bewertete Eigenschaft sanktioniert wird. Die Erfahrung irgendwo nicht hinzupassen macht wohl jeder mal in seinem Leben - weil man zu dick, zu groß, zu klein, zu dumm, zu laut, zu faul ist - oder sonstige als negativ bewertete Eigenschaften hat - daraus entstehen dann Minderwertigkeitskomplexe mit den bekannten Folgen.

Aber was entsteht, wenn man anfängt sich für eine positive Eigenschaft zu schämen, sich zurückzunehmen, sich zu verbiegen, sich zurückzufahren, um nicht wieder als Streber/arrogant/überheblich etc. abgelehnt zu werden oder auch nur um in seiner Umgebung nicht aus der Rolle zu fallen? Quasi das Gegenteil eines Minderwertigkeitskomplexes?

Ich glaube das Underachievement ist häufig auf diese Selbstwertproblematik zurückzuführen. Wie sieht es mit anderen psychischen Problemen oder gar Krankheiten aus, was ist vielleicht durch diese Selbstwertschädigung bedingt und vielleicht nur unter Berücksichtigung dieses Blickwinkels lösbar/heilbar? Welche Fehldiagnosen (z.B. narzisstsiche PS) werden gefällt, wenn dieser Punkt übersehen wird?

Natürlich kann es sein, dass auch ein HB tatsächlich arrogant/überheblich/narzisstisch wird (vielleicht gerade als Anti-Reaktion auf obige Erlebnisse?)
Stellt man als HB fest, dass man bessere kognitive Fähigkeiten als die meisten anderen hat, hat das mit Überheblichkeit aber zunächst mal nichts zu tun - sondern das ist ja Realität (sofern es das denn ist!). Zur Überheblichkeit wird es dann erst, wenn man sich deshalb einen höheren Wert als anderen Menschen zuschreibt. Aber das hat Towanda ja schon auf den Punkt gebracht.

Ich glaub die meisten HB sind so selbstkritisch (so erlebe ich das hier), dass sie sich gerade keinen höheren Wert als Mensch zuschreiben und wegen oben genannter Erfahrungen gerade hochsensibel darauf achten nicht in diese Richtung abzudriften.
Nur können wir leider nicht ändern, dass diese Gesellschaft den Wert eines Menschen gerne an seiner Intelligenz festmacht und dass viele Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen reagieren, sobald man von seinem IQ-Test erzählt oder auch nur seine Intelligenz ganz normal in Wort und Tat auslebt - ohne irgendeine Absicht dabei andere zu "übertrumpfen" - traurig.

Chaotin





Du sollst der werden, der du bist. (Nietzsche)
Jetzt bin ich wer ich bin - ein Premium-Schnuffel
(@ abstraktius)
Verfasst am: 02. 06. 08 [10:42]
Xela
Dabei seit: 11.01.2008
Beiträge: 55
Hochbegabt = Überheblich

Ich glaube, dass wenn ein Normalbegabter von der hb eines Menschen weiß, dass er ihn per Deffinition als überheblich abstempelt.

Beispiel:

Mein Ehemann hat einem seiner Arbeitskollegen erzählt, dass ich hb bin.
Irgendwann hat es sich mal ergeben, dass wir zu dritt (Mein Mann, sein Arbeitskollege und ich) ausgegangen sind.
Nach dem nächsten Arbeitstag, hat mir mein Mann erzählt: "Olli (so heißt der Arbeitskollege) hält dich für arrogant und überheblich."
Auf meine Nachfrage: "warum denn?"
"Na ja, weil du ruhig warst und den ganzen Abend nicht viel von dir gegeben hast."



irgendwie smiley-pillepalle.gif icon_patsch.gif oder findet ihr nicht

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.2008 um 10:44.]

lieber dick als doof
Verfasst am: 02. 06. 08 [12:26]
karin
Dabei seit: 21.05.2008
Beiträge: 497
buerocratius schrieb:

Dabei drücke ich mich immer sehr differenziert aus und gebe anderen Meinungen Raum.


Hallo,

ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man den anderen zu viel Raum läßt, wie buerocraticus schreibt, oder gar mehrere Optionen vorschlägt sind sie überfordert und bezeichenen einen dann als überheblich. Oft aus einer Unsicherheit heraus.
Es ist nicht jedermans Sache gleich Lösungen parat zu haben geschweige den unterschiedliche Denkansätze.

Obwohl ich erlicherweise schon manchmal denke, wenn ich in einer Runde mit Managern und Führungskräften sitze, dass da einige bis viele ziemlich einfach gestrickt sind. Diese Emfpfindung finde ich dann für mich selber als überheblich. Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen muss, einige davon verkaufen sich als Genis und reden unmengen Schwachsinn.

LG Karin

P.S. Wenn ich die ganzen Beiträge so lese, erinnere ich mich wieder daran, dass sogar meine eigene Schwester mit als Arrogant bezeichnet hat. Hatte es ganz vergessen.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.2008 um 12:28.]

Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, daß sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen. (Arthur Schopenhauer)