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Thu, 23. May 2013 - 21:27 (CEST)

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Buchtipp im Detail
Kategorie: Gesellschaft
Steve Jobs Buchtitel: Steve Jobs
  Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers 
Autor: Walter Isaacson
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Ausgabe: 1. Auflage - 27. Oktober 2011
Preis: €24,99
ISBN (10 Stellen): 357010124x
ISBN (13 Stellen): 978-3570101247
Anzahl Seiten: 704, Gebunden
Teaser:

Warum sollte ein solches Buch in den Buchtipps von Hobee auftauchen? Ganz einfach - wer es liest, wird etliches wiederfinden, was man als "anderstickender HB" für normal hält und was für die Umwelt manchmal eher verstörend bis hin zu "gestört" wirkt ...

Wer meint, hier würde eine Ikone noch mal nach ihrem Tod für die Fangemeinde marktgerecht wider alle Rationalität in den Himmel gehoben, irrt glücklicherweise. Zum einen ist der Autor nicht irgendwer, sondern hat schon etliche, beachtete Biografien bekannter Persönlichkeiten verfasst, zum anderen ist die Biografie unter Mitwirkung, aber nicht unter Kontrolle der betroffenen Person entstanden.

Dass die Herausgabe des Buches schon kurz nach dem Tod des Biografierten stattfindet, steht in keinem Zusammenhang - das umfangreiche Werk wurde schon 2009 begonnen.

Rezension:

Denn man kann an Hand der Lektüre durch viele Indizien davon ausgehen, dass Jobs hochbegabt war. Durch seinen Erfolg versteht sich das im grundsätzlichen Sinne des Wortes von selbst, allerdings gehe ich davon aus, dass dies auch im Sinne der Definition von HB zutrifft. Denn die Probleme, mit denen sich seine Eltern rumschlagen mussten (Langeweile in der Schule, Underachiever) sind vielen hier auch heute nur allzu bekannt. Interessant ist, dass letzten Endes der Einsatz einer engagierten Lehrerin etliches in die richtigen Bahnen gelenkt hat. Und auch die Umsicht seiner Eltern, die ihn nur eine statt zweier Klassen springen liessen, da sonst seine soziale Entwicklung noch problematischer Verlaufen wäre, trägt zu dem Gesamtbild bei. Erschreckend ist vielleicht, dass dies vor vierzig Jahren passiert ist und dass - sei es in den USA oder auch hier - sich grundsätzlich nicht viel geändert hat.

Ansonsten illustriert das Buch die Hintergründe der technischen Innovationen der letzten dreißig Jahre - nicht nur von Apple - in einer Weise, die auch den weniger Technik affinen einen Zugang zum Thema erlaubt. Vor allem versucht es, einen Menschen relativ schonungslos mit allen seinen Stärken und Schwächen zu porträtieren - das dürfte helfen, die Thematik rund um den Apple-Gründer und sein Unternehmen doch etwas zu entmythologisieren und ungeschönt darzustellen.

Was für Hobee-User besonders interessant sind - es kommen immer wieder Passagen vor, bei denen sich ein déjà-vue-Gefühl einschleicht - als habe man die eine oder andere Situation zwar in anderem Kontext, aber in gleichen Abläufen schon einmal erlebt ...

Da das Buch gut geschrieben und auch ansprechend übersetzt wurde, legt man den Wälzer (oder das eBook-Lesegerät ...) nur ungern aus der Hand, so dass die informativen Seiten - mahr als 700 an der Zahl - schnell durchgearbeitet sind.

Dieser Text stammt von mamuesp