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Buchtitel: | Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast |
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| Autor: | Barbara Sher | |
| Verlag: | Deutscher Taschenbuch Verlag | |
| Ausgabe: | 1. Februar 2008 | |
| Preis: | €15,00 | |
| ISBN (10 Stellen): | 3423246545 | |
| ISBN (13 Stellen): | 978-3423246545 | |
| Anzahl Seiten: | 288, Taschenbuch |
Shers Sicht auf ihre Zielgruppe hat dabei eine durchweg positive Tendenz: Scanner hätten in der Regel „viele Begabungen“, „denken nicht in Schubladen“ und teilen eine kindliche „Begeisterung für Neues“. Wenn sie dennoch nicht dem gesellschaftlichen Karriereideal genügen, dann deshalb, weil sie eine eigene Definition von Erfolg haben.
Scanner finden Befriedigung darin, eine Sache ausprobiert oder gemeistert zu haben - äußere und materielle Anreize sind ihnen demgegenüber nicht besonders wichtig. Dass diese Feststellung keine Beschwichtigungsformel ist, untermauert die Autorin mit Äußerungen von Scannern, die ihre persönliche Befriedigung in der Erfahrung von „Sinnlichkeit“ oder dem „Einsatz aller meiner Talente“ erfahren haben. Scanner-Leser entdecken darin erfreut verwandte Seelen. Doch würde sich „Du musst dich nicht entscheiden…“ in den Reigen nutzloser Selbsthilfebücher einreihen, wenn es dabei stehen bliebe, der in Selbsterkenntnis vereinte Leserschaft auf die Schulter zu klopfen.
Stattdessen bietet Sher ihrem Publikum in 20 kurzen Kapiteln wirklich praktikable Hilfen an. Etliche davon sind bewährte „Helferlein“, wie Skizzenbücher, Terminkalender oder Ablagesysteme. Sher hat diese allerdings so abgewandelt, dass sie den multidimensionalen Ideenfluss von Scannern kanalisieren, ohne ihn dadurch versiegen zu lassen. Anhand weiterer Beispiele nimmt die Autorin ihre Leser zudem mit auf eine genauere Erkundung der jeweiligen Vorlieben und Aktivitätsmuster, für die sie meist gleich mehrere Vorschläge für mögliche Kombinationen von Arbeits- und kreativen Auszeiten, Beruf und Hobby anbietet. Wie genau und reflektiert sie mit ihrer eigenen Definition von „Scanner“-Typen umgeht, zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sie für einzelne Untertypen zusätzliche spezielle Tipps und Utensilien aus der entsprechenden Veranlagung ableitet - und einige grundsätzliche Vorschläge demgegenüber relativiert.
Der lockere, mit zahlreichen Zitaten aus authentischer E-Mail-Korrespondenz gespickte Stil macht zudem Lust, die vorgeschlagenen Methoden und Utensilien auszuprobieren. Damit tendiert das Buch mehr zum Ideengeber denn zum Rat“schläger“ - und ist für alle mit zu (?) vielen Interessen sehr zu empfehlen.
